Kreuzung vor Nienborg: Finale Entschärfung für Radler ist da

rnStraßenverkehr

Der Radweg entlang der Nienborger Straße endet kurz vor Nienborg abrupt. Radfahrer müssen sich auf der Straße einordnen. Das birgt Gefahren. Jetzt wurde die Situation entschärft.

Heek

, 20.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange war die Verkehrsführung für Radfahrer kurz vor Nienborg unübersichtlich. Dort, wo die Bischof-Hermann-Straße in die L573 mündet, endet der Radweg an der Landesstraße abrupt. Radfahrer müssen sich auf der Straße einordnen. Nicht immer ungefährlich, gerade mit Blick auf die Vorfahrtsregeln. Jene Stelle wurde jetzt entschäft.

Im Zuge der umfangreichen Sanierung der L573 zwischen den Ortsteilen wurde von der Straßenbaufirma aus Bramsche im Auftrag von Straßen-NRW auch das Problem an besagter Kreuzung angegangen. Radfahrer können sich jetzt über einen sogenannten „Einfädelungsstreifen“ nach dem Ende des Radwegs auf der Straße einordnen. Zudem wurde die gut 50 Zentimeter breite und weiße Haltelinie in der Bischof-Hermann-Straße erneuert.

Unfälle sind immer mal wieder passiert

Dinge, um die Lokalpolitiker und Gemeindeverwaltung lange gekämpft haben. Zwar zählt die Kreuzung allen Statistiken nach nicht zu einem ausgewiesenen Unfallschwerpunkt, doch zu Unfällen ist es in den vergangenen Jahren immer mal wieder gekommen. Vornehmlich verursacht durch Verkehrsteilnehmer, die aus der Bischof-Hermann-Straße kamen.

Der "Einfädlungsstreifen" mit Piktogramm erleichtert Radfahrer die Einordnung in den fließen Verkehr der L573.

Der "Einfädlungsstreifen" mit Piktogramm erleichtert Radfahrer die Einordnung in den fließen Verkehr der L573. © Till Goerke

Aber ist jetzt alles besser für Radfahrer kurz vor Nienborg? Bezogen auf die getroffenen Maßnahmen: Ja. Denn fehlte Anfang der Woche noch das Stopp-Schild in der Bischof-Hermann-Straße, das die Vorfahrtsregel an dieser Stelle eindeutig regelt, steht dieses jetzt. Das belegt eine Ortsbegehung am Dienstagabend (18. August).

Zwar sieht die Vorrichtung derzeit eher wie ein Provisorium vor der endgültigen und festen Installation aus, aber seinen Zweck erfüllt das Schild dennoch. Denn so müssen Verkehrsteilnehmer drei Sekunden an der dazugehörigen Haltelinie warten. Zeit, auch Radfahrer rechtzeitig zu registrieren.

Schild soll Vorfahrtsregel eindeutig regeln

Sehr wichtig, denn für Radfahrer zieht ein Unfall zumeist schwerere Folgen nach sich, wie Kreispolizei-Pressesprecher Frank Rentmeister betont: „Leider ist ein in einen Unfall verwickelter Radfahrer fast immer verletzt.“ Jeder Radfahrer könne zwar in Form von Licht, gut sichtbarer Kleidung und einem Helm zur Eigensicherheit beitragen, doch in Gänze ließen sich auch damit keine Unfälle ausschließen.

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„Insgesamt sieht das hier aber doch schon mal ganz gut aus“, sagt eine ältere Dame am Dienstag im Gespräch vor Ort. Sie sei zwar nicht aus Heek, fahre aber oft mit dem Rad dort entlang. „Auf Radtouren und so“, erklärt sie. „Ich fühle mich hier jedenfalls jetzt schon sicherer.“

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