Lepra in der «Dritten Welt» noch nicht besiegt

02.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Heek « Danke für Ihre entschiedene Hilfe in der Vergangenheit, heute und in der Zukunft» - mit diesen freundlichen Worten gratulierte Referent Stockhausen von der Aktionsgemeinschaft in Münster dem Lepra-Kreis Nienborg. Dieser hatte zur Feier seines 30-jährigen Bestehens am Samstag zur Abendmesse in die St. Peter und Paul-Kirche in Nienborg eingeladen.

Während zur Entstehungszeit der Aktionsgemeinschaft noch 20 Millionen Leprakranke gezählt worden seien, sei ihre Zahl heute auf eine Million gesunken, so Stockhausen. «Sie, die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft, haben zu diesem Erfolg deutlich beigetragen.»

Der Leprakreis Nienborg besteht aus 14 Mitarbeiterinnen aus den Ortsteilen Heek und Nienborg. Bereits im Jahr 1977 hatten freiwillige Helferinnen begonnen, für die münsteraner Aktionsgemeinschaft zuerst Handarbeiten, später dann auch Bastelarbeiten herzustellen und diese auf einem Basar zu verkaufen. Daraus entwickelte sich ein regelmäßiger Basar, der stets am Volkstrauertag stattfindet und dessen Erlös den Leprakranken, speziell der DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe), zu Gute kommt.

«Während in Europa die Krankheit bereits durch Medikamente besiegt wurde, ist sie in der so genannten Dritten Welt noch zu finden», erklärte Stockhausen. Jährlich würden noch 500 000 neue Fälle gefunden. «Aber ich hoffe, dass unsere Enkel ihren Kindern einmal sagen können: ,Lepra, das war einmal.» dpe

Lesen Sie jetzt