Mittelalter-Spaß trotz Regen

Mittelaltermarkt auf der Burg Nienborg

„Das macht Spaß!“ Thorben ist schon ins Mittelalter eingetaucht, kaum dass er den Markt am Fuße der Burg betreten hat. Der 10-Jährige gehört mit Mutter und Bruder zu den ersten Besuchern des Mittelaltermarkts auf dem Gelände der Ringburg in Nienborg am Sonntag.

HEEK

, 06.09.2015, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mittelalter-Spaß trotz Regen

Stilechte Musik sorgte für Mittelalter-Flair.

Der Platz füllt sich zögerlich, nachdem am Samstag das Wetter den Marktspaß fast komplett verregnet hat. Es sei aber wohl auch nicht genügend Werbung gemacht worden, mutmaßt eine Händlerin, die Schmuck und Taschen verkauft. Einige Aussteller hätten sogar kurzfristig abgesagt deswegen, meint sie. Sie selbst ficht das nicht an, denn hier ist sie mit ihrem Sortiment konkurrenzlos.

Tatsächlich ist das Marktangebot überschaubar: ein Stand mit Fellen und Wollprodukten, einer mit traditionellen Handarbeiten, einer mit Lederwaren und den obligatorischen Holzschwertern und -schilden für kleine Nachwuchsritter und eben die Dame mit Schmuck und Co.

Stilechte Musik

Diverse Futterbuden und am Ringburg Café eine „Taverne“ mit Met und anderen Kaltgetränken runden das Angebot ab. Dafür ist das Unterhaltungsprogramm dicht gestrickt: Mit Freiwächter und Waldkauz spielen zwei stilechte Bands des traditionellen Folk auf – mit Dudelsack, Leier, Obertonflöte und anderen historischen Instrumenten.

Robert Blake zeigt Zauberkunst und Feuerschluckerei wie anno dazumal und „Diana aus dem hohen Norden“ erzählt aus der Marktmitte Moritaten und Geschichten, wie die kuriose über die Freundschaft eines Vogels, einer Maus und einer Bratwurst.

Viel Applaus

Das Marktvolk zeigt Humor angesichts der Wettermisere, die das Fest bis hin zu den Besucherzahlen beeinträchtigt – weniger Gäste bedeuten schließlich mehr Zeit für einen Schwatz mit den Kollegen. „Das gehört dazu“, sagt die Schmuckhändlerin. Sie mache das schon viele Jahre.

Und das Publikum, das dann im Laufe des Sonntags doch noch recht zahlreich auf den Platz strömt, macht vieles wett, denn es zieht mit: Musik, Zauberei und Moritaten ernten reichlich Applaus, es wird gegessen, getrunken – und gekauft. „Habt Dank!“, ruft die Erzählerin.

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