Mittendrin statt nur dabei

Ausbildung im Grünen

„Wer bei uns ins Team will, muss schon ein bisschen crazy sein“, umschreibt Christoph Buesge das Anforderungsprofil an künftige Auszubildende und Mitarbeiter in seinem Garten- und Landschaftsbaubetrieb. Daneben sind dem 45-Jährigen Teamfähigkeit sehr wichtig – die ein oder andere blutdruckfördernde Maßnahme gehört auch zum Job.

HEEK

von von Kai Lübbers

, 14.08.2013, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Egal ob Heckenschere oder Hammer, das Team von Mediterrane Gärten Buesge kann mit jedem Werkzeug umgehen. (v.l.): Peter Vornefeld, Stefan Haveresch, Christoph Buesge und seine Frau Sylvia, Andreas Hollad. (unten): Yannick Schaper.

Egal ob Heckenschere oder Hammer, das Team von Mediterrane Gärten Buesge kann mit jedem Werkzeug umgehen. (v.l.): Peter Vornefeld, Stefan Haveresch, Christoph Buesge und seine Frau Sylvia, Andreas Hollad. (unten): Yannick Schaper.

Den Aufgabenbereich haben sie untereinander aufgeteilt: Sylvia Buesge, gelernte Bauzeichnerin und Floristin, plant die Aufträge und erstellt maßstabsgetreue Skizzen von den Objekten. Gärtnermeister Christoph Buesge setzt die Pläne dann gemeinsam mit seinen sieben Angestellten, den drei Auszubildenden und drei Aushilfen in die Tat um. Dabei sind die Azubis zum Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau immer mittendrin statt nur dabei. Zwei von ihnen haben am 1. August angefangen, der dritte beginnt gerade sein drittes Lehrjahr. „Ich habe an meinem ersten Tag eine Mähkante gesetzt und Platten in einem Garten gelegt“, beschreibt der 17-jährige Andreas Hollad seine ersten Tätigkeiten in der Ausbildung. Zwei ehemalige Azubis haben im Sommer die Prüfung abgelegt, beide wurden von Buesge übernommen – Peter Vornefeld legte die Prüfung als zweitbester Absolvent aus dem Kammerbezirk Nordrhein-Westfalen ab.

„Ab einem Hauptschulabschluss kann man sich bei uns bewerben, viel wichtiger ist aber die Teamfähigkeit“, erklärt Buesge, der auch selbst regelmäßiges Mitglied im Prüfungsausschuss Münster ist. Über zu geringen Zulauf an Bewerbungen braucht er sich noch keine Gedanken machen. Ein gutes Arbeitsklima ist ihm wichtig: „Meine Mitarbeiter helfen sich untereinander aus, wenn zum Beispiel kurz vor Feierabend noch irgendwo Rollrasen verlegt werden muss. Dann fahren zwei Leute zum Objekt und packen mit an“, gibt er ein Beispiel. Die Auszubildenden werden vom ersten Tag an voll mit eingebunden. Mithilfe beim Pflastern, Steine setzen, Teichbau, die Aufgaben sind sehr vielfältig. Auch bei der Planung, Durchführung und Abrechnung eines kompletten Auftrages hospitieren sie.

Die Azubis lernen den Umgang mit unterschiedlichsten Maschinen und Geräten kennen. Bagger, Motorscheren und Teleskopsägen – das Betätigungsfeld ist groß, oder wie es Christoph Buesge ausdrückt: „Ein bisschen verrückt muss man für den Job bei uns schon sein, die ein oder andere blutdruckfördernde Maßnahme gehört dazu. Wobei Sicherheit über alles geht.“ 997 Gärten hat Buesge schon geplant und gestaltet. „Der 1000. Kunde bekommt ein Geschenk und das wird keine Tasse mit unserem Betriebslogo sein“, verspricht er.

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