Nach Kauf der Fahne kein Geld übrig für Schärpen

125 Jahre Kirchenchor

HEEK Die Chronik des Kirchenchors St. Cäcilia Heek im Jahr des 125-jährigen Bestehens setzt sich fort mit einer Menge von Geschichten und Anekdoten aus den 1950er Jahren.

17.07.2009, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Besuch der Landesgartenschau in Dortmund 1956/57.

Besuch der Landesgartenschau in Dortmund 1956/57.

Dass es sich um einen Verein mit Interesse und Freude an Musik, Chorgesang und Geselligkeit handelte, sollte zu bestimmten Anlässen auch nach außen kundgetan werden. Deshalb wurde eine Vereinsfahne gekauft, wie sie auch andere Vereine besaßen. Das war 1950 in einer Zeit, in der eine solche Anschaffung für die Vereinsmitglieder eine erhebliche finanzielle Anstrengung bedeutete. Die Fahne hat damals über 800 DM gekostet. Für die dazu gehörigen Schärpen haben die angesammelten Mittel nicht mehr gereicht. Chormitglied Bernhard Böckers (Brinke-Schmitt) hat sie dem Kirchenchor gestiftet. Am Patronatsfest des Jahres 1950 wurde sie gesegnet. Der Chor sang die "Missa Mater Admirabilis". In der anschließenden chorinternen Kaffeerunde sagte Pastor Burgholz (Präses von 1937 bis 1959) in seiner Festrede, dass die neue Fahne ein Zeichen des Ansporns und ein Symbol der Zusammengehörigkeit sei.

Vieles trug dazu bei, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern und zu erhalten. Die Tradition "Theaterspiel" hatte man wieder aufgenommen und unternahm größere Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Auch die jährlichen Vereins- und Familienfeste fanden großen Anklang.

Gesellige Maigänge

Zu Beginn der 50er Jahre begannen die Maigänge zur Gaststätte Doedt. Viele können sich noch schmunzelnd daran erinnern: die riesigen Schinkenschnittchen - mit oder ohne Spiegeleier - und die feuchtfröhlichen Stunden bei Gesang und Tanz, oft bis in den frühen Morgen des 1. Mai hinein. Es machte Spaß beim Kirchenchor zu sein - Nachwuchssorgen kannte man noch nicht.

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