Wohnen in Heek

Neue Baugrundstücke: Das ist der Zeitplan für den Heeker Markt

Bauen wollen viele in der Dinkelgemeinde. Das zeigt die Nachfrage. Allerdings gibt keine freien Grundstücke. Noch nicht. Denn es tut sich einiges. Und jetzt gibt es auch einen ersten Zeitplan.

Wer in Heek bauen möchte, muss Geduld mitbringen. Aktuell kann die Gemeinde kein Grundstück anbieten. Das sorgt für Unmut unter den Bauwilligen. Hinter den Kulissen arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck an Lösungen. Und nennt jetzt erstmals Zeitpunkte, wann Baugrundstücke auf den Markt kommen sollen.

Angebot und Nachfrage klaffen in der Dinkelgemeinde mit Blick auf Baugrundstücke weit auseinander. Über 30 Bewerber sollen momentan auf ein Grundstück kommen. Um das Problem zu lösen, sind zwei große Baugebiete in Nienborg und Heek in Planung. Hinzu kommen mehrere kleine Flächen, etwa durch Nachverdichtung.

Junge Familien wollen Planungssicherheit

Zentrale Frage für Bauwillige: Wann kommen die Grundstücke auf den Markt? Dass das Interesse und zugleich der Frust groß sind, zeigte sich auch in der jüngsten Ratssitzung. Unter dem Punkt „Einwohnerfragestunde“ ergriff ein Heeker Familienvater (28) das Wort.

„Wann kann man endlich bauen in Heek? Eine grobe Richtung wäre einfach mal schön“, adressierte der 28-Jährige an Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Mit dem Nachsatz, dass es für junge Familien einfach wichtig sei, zu wissen, was Sache ist. Stichwort Planung. „Sonst müsste man zum Beispiel nach Legden ziehen, was man ja eigentlich nicht möchte.“

Zuerst die schlechte Nachricht: Einen exakten Zeitpunkt für den Baustart kann die Verwaltung (noch) nicht nennen. Zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Nicht auf alle hat die Verwaltung einen Einfluss. Flächenankauf, Planung und passende Firmen für die Erschließung zu finden, sind nur ein paar der Hürden, die genommen werden müssen.

Jetzt die gute Nachricht: Läuft es gut, sollen 2022 erste Grundstücke auf den Heeker Markt kommen. Läuft es weniger gut in 2023. Details sind noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass die Hinterlandbebauung an der Kreuzschule mit vier Baugrundstücken in greifbarer Nähe ist. Laut Bauamtsleiter Herbert Gausling soll die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten in Kürze erfolgen.

Viele Baugrundstücke werden entstehen

Und der Bürgermeister macht allen Bauwilligen zugleich Hoffnung: „Zum Glück haben wir ja schon viele Grundstücke erworben. Wir tun uns nur noch mit einem exakten Zeitpunkt schwer.“ Denn: Nenne man zum jetzigen Zeitpunkt ein konkretes Datum und könne dieses am Ende nicht einhalten, wäre auch niemanden geholfen. Im Gegenteil.

Dass sich in Heek aber nachhaltig etwas tun wird, macht die Planung deutlich. Alleine im geplanten Neubaugebiet Pfingsfeld sollen mal über 100 Baugrundstücke entstehen. Im Sanderskamp steht die Zahl 200 im Raum.

Ob und wie sich der momentan überhitze Markt und die starke Auslastung der Baufirmen auf den internen Zeitplan auswirken, wird sich noch zeigen müssen. Davon ab ist die Verwaltung mit Blick auf die Nachbarkommune Schöppingen auf der Hut.

Schöppingen ist ein warnendes Beispiel

Dieser ist nämlich der Bebauungsplan am Schöppinger Berg vor dem Oberverwaltungsgericht Münster wegen diverser Planungsfehler um die Ohren geflogen. Der Bebauungsplan wurde letztlich für unwirksam erklärt. Wie es dort weitergeht, ist offen. „Das ist für uns ein warnendes Beispiel“, macht Weilinghoff deutlich.

Davon ab wird in Heek noch an einem Kriterienkatalog getüftelt. Sprich: Nach welchen Kriterien die Baugrundstücke in Zukunft vergeben werden sollen. Zudem soll auch der Internetauftritt der Gemeinde in Sachen Baugrundstücke zeitnah aktualisiert werden.

Und: Sobald die Erschließung der Baugebiete abgeschlossen und die jeweiligen Baustraßen angelegt sind, ist es laut Verwaltung möglich, ganz konkrete Zeitpunkte zu nennen, wann und vor allem wie viele Grundstücke wo auf den Markt kommen. Im Idealfall schon 2022.

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