Neue LED-Flutlichtanlage: Gemeinde macht außerplanmäßig 30.000 Euro für RW Nienborg locker

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Rot Weiß Nienborg bekommt von der Gemeinde seine dritte Flutlichtanlage finanziert. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Alle Fragen sind damit aber noch nicht geklärt.

Heek

, 23.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Etliche Monate mussten die Verantwortlichen bei RW Nienborg auf die erlösende Nachricht warten, jetzt ist sie Realität geworden. Die Gemeinde Heek hat sich bereit erklärt, dem Wunsch des Klubs nachzukommen und die Kosten für die Errichtung einer dritten Flutlichtanlage zu übernehmen.

Auf etwa 30.000 Euro belaufen sich die Kosten für die LED-Flutlichtanlage auf dem Platz mit der Nummer vier im Eichenstadion. Zwar gibt es auf den Plätzen mit der Nummer zwei und drei jeweils eine Flutlichtanlage, aber der zweite Platz macht schon lange Ärger.

Der Platz mit der Nummer zwei macht seit Jahren Ärger

„Für einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb ist eine weitere Alternative essenziell für uns“, so Klub-Vorsitzender Martin Mensing.

Zum besseren Verständnis: Im Sommer 2014 führte eine Baufirma aus Lingen Sanierungsarbeiten am zweiten Spielfeld von RW Nienborg durch. Seitdem zieht sich der Ärger wie ein roter Faden bis in die Gegenwart. Im Oktober 2018 legte ein beauftragtes Sachverständigenbüro dann einen Untersuchungsbericht vor.

Neue LED-Flutlichtanlage: Gemeinde macht außerplanmäßig 30.000 Euro für RW Nienborg locker

Ein Blick von oben auf das Eichenstadion. Auf Platz vier soll die neue LED-Flutlichtanlage errichtet werden. Platz Nummer zwei ist jener, der dem Klub schon seit Jahren Ärger bereitet. © Martin Mensing

In diesem heißt es, dass die Versickerungsfähigkeit des Bodens nicht so ist, wie sie nach DIN-Vorschriften sein müsste. Ergo bilden sich bei längeren Regenfällen Pfützen, die nicht zügig ablaufen. Der Platz ist in dieser Zeit nicht ordnungsgemäß bespielbar.

Die 30.000 Euro sind eigentlich nicht im Hauhalt vorgesehen

Darum ist Martin Mensing froh, dass die Gemeinde jetzt grünes Licht gegeben hat, dem Verein mit der Finanzierung einer dritten Flutlichtanlage auf Platz vier aus dem Schlamassel zu helfen.

Besonders unter der Prämisse, dass diese Ausgaben nicht im Haushaltsetat 2019 eingeplant waren. Die 30.000 Euro werden also überplanmäßig zur Verfügung gestellt. Darauf einigte sich der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung.

„Wir sind sehr, sehr froh über die Hilfe“, sagt der RW-Vorsitzende. „Es ist toll, solch eine Unterstützung von der Gemeinde zu erfahren.“

Wie die LED-Fluchtlichtanlage aussehen soll, ist noch unklar

Noch sei aber nicht klar, wie genau die Flutlichtanlage aussehen werde. Zwar ist in der Vorlage von neun LED-Flutlichtstrahlern auf acht Flutlichtmasten die Rede, aber das sei nicht in Stein gemeißelt. „Wir beraten das derzeit noch intern, was nötig ist“, so Mensing.

Neue LED-Flutlichtanlage: Gemeinde macht außerplanmäßig 30.000 Euro für RW Nienborg locker

Mit solch großen Pfützen auf dem Spielfeld ist weder ein Trainings- noch ein Spielbetrieb möglich. © Markus Gehring

Am 15. Juli schauten sich Verantwortliche des Clubs die Sache vor Ort ganz genau an. „Aktuell sind wir alle in den Planungen bezüglich der genauen Platzierung der Flutlichtanlage. Wir machen uns Gedanken über die Lage und die Größe des Spielfeldes, welches ausgeleuchtet werden soll“, erklärt Mensing.

Darum war einen Tag später auch ein Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeinde sowie ein Elektromeister für eine Begutachtung vor Ort. Ein Vermessungstechniker soll zudem zeitnah die Fläche konkret ausmessen.

Ziel des Vereins ist es, die Baukosten der Anlage zu senken

Hintergrund all dessen ist, dass die erste Kostenschätzung über 30.000 Euro von der Firma Elanko nun bereits etliche Monate zurückliegt. „Wenn wir als Verein beispielsweise die Erdarbeiten selbst stemmen, könnten wir den Preis nach unten korrigieren“, erklärt Mensing.

„Es ist toll, solch eine Unterstützung von der Gemeinde zu erfahren.“
Martin Mensing

Noch sind aber viele Fragen offen. Einigkeit herrscht jedoch darüber, wo die Technik der neuen Flutlichtanlage untergebracht werden soll – in den Versorgungsraum am dritten Spielfeld.

Die CDU-Fraktion im Rat möchte zudem überprüfen lassen, ob nicht auch eine mobile Flutlichtanlage als Lösung dienen könne. Solange zumindest, bis die Probleme auf Platz zwei der Geschichte angehören.

Das Kalkül: Eine mobile Flutlichtanlage sei günstiger als eine dauerhafte Installation. „Diese Möglichkeit beziehen wir in die Planung mit ein“, so Mensing.

Die Tage werden schlagartig kürzer

So oder so – die Zeit drängt. „Die Leuchtmittel für eine LED-Anlage haben eine hohe Lieferzeit“, sagt Mensing. Und klubintern sei die Zeitumstellung auf die Winterzeit (27. Oktober) Stichtag bis zur Errichtung der Flutlichtanlage.

Denn dann werden die Tage schlagartig kürzer und der Trainingsbetrieb muss zwangsläufig unter Flutlicht stattfinden – im Idealfall auch auf Platz vier.

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