Neuer Glanz für das Kleinod

Ahler Kapelle

Sie ist ein wahres Kleinod. Und das soll so bleiben: Die Ahler Kapelle soll noch vor Weihnachten in neuem Glanz erstrahlen. Die Ausschreibungen für die geplante Renovierung laufen. Dabei muss niemand während der Renovierungsphase auf einen Gottesdienst in Ahle verzichten, wie Pastor Leyer versichert.

AHLE

, 19.08.2015, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer Glanz für das Kleinod

Ahler Kapelle

"Die Sakristei bleibt weiter in Funktion", erklärte Josef Leyer gestern auf Anfrage der Münsterland Zeitung. "Und die Gottesdienste werden zu den gewohnten Zeiten im Pfarrer-Böckmann-Haus in Ahle stattfinden."

In der Kapelle selbst werde die letzte Messe vor der Renovierung am Sonntag, 13. September abgehalten. "Anschließend findet das Ausräumen der Kapelle statt - wenn möglich durch die Gemeindemitglieder." Alles muss raus: "Bänke, Figuren, der Kreuzweg, die Kronleuchter, die Teppiche", zählt der Pastor auf.

Start nach der Kreuzwoche

Nach der Kreuzwoche, die vom 13. bis 20. September gefeiert wird, soll es mit der Renovierung durch Fachfirmen losgehen, wie Leyer berichet. Zuerst würden die Böden abgedeckt und Gerüste errichtet, "wobei noch nicht endgültig klar ist, ob alles eingerüstet wird oder zum Teil mit fahrbaren Gerüsten gearbeitet wird."

Anschließend werde der alte Putz abgenommen, "soweit möglich". Und wo noch nicht geschehen, würden bestehende Leitungen unter Putz gelegt. Diverse, kleinere Reparaturarbeiten stünden ebenfalls an, da sei aber nichts Gravierendes dabei. Abschließend kämen die Maler.

Probeflächen für Maler

"Da werden noch Probeflächen angelegt", erklärte Leyer. An den Fensterlaibungen etwa herrsche jetzt Dunkelbraun vor, da wolle man sandsteinfarben streichen. "Dann können die Leute von Ahle kommen und drüber gucken", sagte Leyer.

Gehe alles nach Plan, werde zum 1. Advent alles "in neuem Glanz erstrahlen". Leyer warnt aber, dass es bei Baumaßnahmen immer Probleme geben könne. "Es gibt immer Unvorhergesehenes", sagte er. Zu den Kosten könne er aktuell noch nicht viel sagen. "Die Ausschreibungen laufen. Erst dann wissen wir den endgültigen Kostenrahmen. Die ersten Schätzungen lagen bei 60000 Euro.

Rund 30000 Euro Spenden

Etwa die Hälfte davon, also circa 30000 Euro kämen aus Spenden, schätzt der Pastor. Mit einem großen Pfarrfest an Pfingstmontag hatten im vorigen Jahr nicht nur die Ahler Gemeindemitglieder, sondern Beteiligte aus allen Teilen der Kirchengemeinde in Heek Geld gesammelt. 30 661 Euro war damals der stolze Reinerlös.

"Den Rest der Mittel wird entweder das Bistum oder die Kirchengemeinde aufbringen", erklärte der Pfarrer im Gespräch. Er denke, dass zumindest ein Teil der Kosten durch das Bistum erstattet wird. "Bei substanzerhaltenden Maßnahmen zahlt üblicherweise das Bistum."

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