Stiegen-Spielplatz: Nagelneuer Tisch ist schon wieder großflächig zugeschmiert

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Gerade erst wurden der Tisch und die Bänke nach den Vandalismus-Vorfällen Anfang November auf dem Spielplatz in der Stiege ausgetauscht. Doch sauber sind diese schon jetzt nicht mehr.

Heek

, 29.11.2019, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch sind die Täter, die den Unterstand am Spielplatz in der Stiege in der Halloween-Nacht massiv beschädigt und verwüstet haben, nicht gefasst. Die Kriminalpolizei kommt mit ihren Ermittlungen aber gut voran. Das bestätigt Thorsten Ohm, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Borken, auf Nachfrage. Und dennoch: Jüngst kam es erneut zu einem Zwischenfall auf dem Spielplatz in der Stiege.

Etliche hundert Euro musste die Gemeinde investieren, um die Vandalismusschäden zu beseitigen. Unter anderem für die Anschaffung neuer, heller Holzplanken für den Tisch und die zwei Bänke unter dem Unterstand am Hühnerstall. Doch lange hielt die Freude darüber nicht.

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Tisch auf dem Spielplatz in der Stiege ist schon wieder beschmiert

Unsere Ortsbegehung am Donnerstagmorgen (28. November) zeigt: Die Holzplanken des Tisches sind schon wieder flächendeckend beschmiert. Grüne, blaue, gelbe und rote Krakeleien sowie aufwendiger gestaltete Malereien sind über die Holzplanken verteilt. Eine Joint-Zeichnung ist zu erkennen, ebenso wie das Wort „Alk“ mit einem roten Herz daneben. Auf den Bänken sieht man Schuhabdrücke.

Stiegen-Spielplatz: Nagelneuer Tisch ist schon wieder großflächig zugeschmiert

Eine bekannte Comic-Figur „ziert“ den Tisch. Ob die jüngsten Schmierereien in den Abend- und Nachtstunden entstanden sind, ist noch unklar. © Till Goerke

Ein Umstand, der Bauamtsleiter Herbert Gausling hörbar wütend macht. „Das kann doch nicht wahr sein. Da schwillt mir der Kamm.“ Und das Zeitfenster, indem die Schmierereien entstanden sein müssen, ist klein. Am Mittwochmorgen (27. November) sei den Mitarbeitern des Bauhofes bei der Reinigung vor Ort noch nichts aufgefallen. Das teilt Bauhofleiter Alfred Heying mit.

Wann die Schmierereien genau entstanden sind, ist unklar

„Ich gehe deshalb davon aus, dass die Beschädigung am Mittwochnachmittag oder am Mittwochabend erfolgt ist“, sagt Herbert Gausling. Bedenkt man jedoch, das einige „Zeichnungen“ recht detailliert sind, stellt sich die Frage, ob diese bei der aktuell noch spärlichen Beleuchtung vor Ort tatsächlich in den Abendstunden entstanden sein können. So oder so – der genaue Zeitpunkt ist noch unklar.

Stiegen-Spielplatz: Nagelneuer Tisch ist schon wieder großflächig zugeschmiert

Die Graffiti-Schmierereien an der Wand des Unterstandes (rechts) konnten glücklicherweise vollständig entfernt werden. © Till Goerke

Eventuell bringt die Ermittler im jüngsten Vandalismusvorfall ein schwarzer Rucksack weiter. Dieser lag am Donnerstagmorgen auf dem Boden neben dem beschmierten Tisch. Die Gemeindeverwaltung hat den Rucksack, der einem Schüler aus der Gemeinde gehört, sichergestellt. Alles weitere wird die Polizei nun klären müssen.

Das Entfernen der Graffitischmierereien war kostenspielig

Dass mit derartiger Zerstörungswut nicht zu spaßen ist, zeigt sich nicht nur daran, dass dies als Straftatbestand gilt, sondern auch an den Kosten und den zahlreichen Maßnahmen für die Beseitigung der Schäden. So kostete auf dem Spielplatz in der Stiege alleine die Reinigung und die Müllentsorgung 400 Euro.

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Das Entfernen der Graffitischmierereien am Hühnerstall schlug mit weiteren 500 Euro zu Buche. Zudem musste der Sand wegen der darin gefundenen Glasscherben komplett ausgetauscht werden. Zur Sicherheit. Auch über ein Sieben des Sandes hatte die Verwaltung nachgedacht.

Der Sand vom Spielplatz wurde komplett ausgetauscht

Aber: Dies wäre laut Herbert Gausling noch teurer geworden. „Und wir wechseln den Sand ohnehin regelmäßig auf allen Spielplätzen in der Gemeinde. Also haben wir das jetzt vorgezogen.“ Etwa 500 Euro kostete diese Maßnahme.

Stiegen-Spielplatz: Nagelneuer Tisch ist schon wieder großflächig zugeschmiert

Der Sand auf dem Spielplatz in der Stiege wurde aufgrund der Glasscherbenfunde vollständig ausgetauscht. Der neue Sand muss nur noch gleichmäßig verteilt werden. © Till Goerke

Und sollte die Polizei die Täter tatsächlich ermitteln, dann werden diese für die entstandenen Kosten aufkommen müssen. Oder die Erziehungsberechtigten. Zivilrechtliche Schadensersatzpflicht nennt sich das.

In den Ausschussunterlagen der Gemeinde heißt es wörtlich: „Die Gemeinde Heek hat Strafanzeige bei der Polizei wegen der Sachbeschädigung gestellt. Sofern die Verursacher ermittelt werden, wird die Gemeinde Heek die entstandenen Kosten geltend machen.“

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