Neues Konzept hat sich bewährt

Maifest in der Niestadt

"Maibaum schmücken" hieß es am Sonntag in der Niestadt. Das neue Konzept, auf den Gang in den Mai zu verzichten und das Fest tagsüber durchzuführen, kam offenbar gut an. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich zahlreiche Gäste auf dem Festplatz ein und feierten am Tag vor dem 1. Mai mit dem Heimatverein ein stimmungsvolles Volksfest.

HEEK

02.05.2017, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bernfried Berteling und Karl Vinkelau vom Heimatverein sowie Andreas Heuing hatten am Samstag den Maibaum mit den 18 Geschichts- und Motivtafeln geschmückt, der bei dem Maifest im Mittelpunkt des Interesses stand. "Die Resonanz war in den vergangenen Jahren stets rückläufig", begründete Theo Franzbach, Vorsitzender des Heimatvereins Nienborg, den neuen Festablauf, "das hat sich nun geändert."

Der Musikverein Nienborg unter der Leitung von Achim Pradel unterhielt die Gäste beim Frühschoppenkonzert mit zünftiger Blasmusik. Die jüngeren Besucher vergnügten sich in der Hüpfburg, auf dem großen Kinderspielplatz oder dem Fußballfeld. Das Thekenteam vom Sportverein versorgte die Gäste derweil mit kühlen Getränken.

Frauentanzgruppe

Die Frauentanzgruppe hatte zudem im Angelheim Kaffee und selbst gebackenen Kuchen im Angebot. Für die jüngsten Besucher gab es Süßigkeiten und Eis, außerdem Leckereien am Imbissstand. Bis in den Herbst wird der Baum nun über Nienborg ragen. Die Infotafel am Fuße des Maibaums zeigt die einzelnen Schilder in Miniaturformat und bietet die notwendigen Erläuterungen.

Vor 15 Jahren übernahm der Heimatverein das Schmücken und Aufstellen des Baumes. Seitdem hat der Maibaum seinen festen Standort in der Niestadt. Der im Jahr 2014 verstorbene Kunsterzieher Wilfried Dräger aus Ahaus gestaltete für den Baum 18 farbige Motive. Die Tafeln zeigen neben denkmalgeschützten Gebäuden historische Objekte wie etwa das Siegel und Geräte der Tuchmachergilde, das Siegel der Burgmannsvereinigung, auch Darstellungen von Bauer und Bäuerin, um auf die landwirtschaftlich geprägte Struktur der Gemeinde hinzuweisen.

Christliche Motive

Andere Abbildungen gründen auf christlichen Motiven wie eine von Wilfried Dräger geschaffene freie Komposition aus einer Darstellung der Insignien des Fürstbischofs und Ortsgründers, Hermann II., oder eine Darstellung der mittelalterlichen Reliquienbüsten der Pfarrpatrone St. Peter und Paul.

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