Parkplätze gegen Beete

Diskussion im Bauausschuss

Die Parkprobleme in Wohngebieten wie dem Brinker Esch standen nicht zum ersten Mal im Fachausschuss auf dem Plan. Auch eine Reihe von Bürgeranträgen führte das vor Augen.

HEEK

, 29.09.2017, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Parkplätze gegen Beete

Baumbeete wie hier im Brinker Esch ärgern manche Anlieger, die gerne mehr Stellplätze hätten.

Ein Haus, ein Auto – das war einmal. Immer mehr Heeker haben Probleme, in Wohnungsnähe Parkplätze zu finden. Die CDU hatte das Thema Parkplatznot bei der Bauausschusssitzung am Mittwoch für das Wohngebiet Brinker Esch auf die Agenda gebracht.

„Es gibt bereits jetzt immer wieder Probleme mit dem ruhenden Verkehr“, heißt es in dem Antrag von CDU-Fraktionsführer Walter Niemeyer. „Die Parkplatzsituation wird insbesondere dann kompliziert, wenn die zum Haushalt gehörenden Jugendlichen mit Erlangung des Führerscheins einen eigenen PKW anschaffen.“ Auch einige Anträge von Bürgern lagen vor, die sich aus dieser Problematik ergeben: Ein Straßenbeet im Katthagen behindert die Zufahrt zum Stellplatz eines Anliegers, ein Baumbeet im Brinker Esch verhindert das Einrichten eines dritten privaten Stellplatzes auf dem Grundstück eines Anliegers und ein Straßenbeet in der Kridtstraße macht ähnliche Probleme.

Stellplatzverordnung fehlt

Aktuell hat die Gemeinde Heek keine eigene Stellplatzverordnung. Die geltende Bauordnung sieht lediglich jeweils einen Stellplatz pro Wohnung vor. Die CDU regte an, die gepflasterte Freifläche im Brinker Esch für weitere Parkplätze zu nutzen. Auf einer Seite gibt es dort bereits sechs Stellplätze. „Eine Umgestaltung dieser Freifläche dürfte ohne größeren Aufwand möglich sein“, sagte Walter Niemeyer.

Die SPD nahm das zum Anlass, das Thema grundsätzlich anzugehen. „Das gleiche Problem haben wir im Strothbach“, sagte Hermann-Josef Schepers. Er schlug vor, die eigens gebildete Arbeitsgruppe damit zu beauftragen und zugleich für künftige Baugebiete mehr Parkplätze im öffentlichen Raum zu planen.

Bereits vor der Sommerpause war das Thema im Bauausschuss diskutiert worden, mit Blick auf den Wechsel in der Landesregierung aber bis auf weiteres vertagt worden. Eine Neufassung der Bauordnung sollte am 28. Dezember in Kraft treten. Aktuell warte man auf ein Moratorium der neuen Regierung, so Bauamtsleiter Herbert Gausling. Er plädierte dafür, dies zunächst abzuwarten. Der Ausschuss stimmte aber am Ende doch dafür, die Arbeitsgruppe „zeitnah“ einzuberufen.

Die beiden Antragsteller in Katthagen und Kridtstraße können die gewünschten Verbesserungen ausführen, allerdings auf eigene Kosten. „Da möchte ich schon gern eine Grundsatzentscheidung haben“, sagte Bürgermeister Franz Josef Weilinghoff. „Die Kosten für Verbesserungen vor ihrem Grundstück gehen zu Lasten der Antragsteller.“

Baumbeet soll bleiben

Das Baumbeet im Brinker Esch soll zunächst unangetastet bleiben. „Wenn wir an das Beet gehen, greifen wir auch den Baum an“, sagte Bauamtsleiter Herbert Gausling. Hier einigte sich der Ausschuss darauf, die Entwicklung abzuwarten, wenn auf der Freifläche neue Plätze entstehen. Die Verwaltung wurde beauftragt, diese Möglichkeit zu prüfen.

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