Auch die Mitarbeiter des Bauhofes haben dieses Jahr wieder großflächig Blühwiesen angelegt. © Herbert Moritz
Ökologie

Renner kostenloses Saatgut: Viele Heeker legen Blühfläche an

Die vergangenen zwei Jahre hat es an vielen Stellen in Heek farbenprächtig geblüht. Das kostenlose Blühwiesensaatgut der Gemeinde ist sehr gefragt, wie die Zahlen belegen. Das war nicht immer so.

Die Trauerspiele mit geringer Nachfrage aus 2018 und 2019 sind längst abgehakt. Das kostenlos angebotene Blühwiesen-Saatgut der Gemeinde ist in Heek längst richtig gefragt. Das belegen die Zahlen. Etwas, das sich in gleich doppelter Hinsicht auszahlt.

Schnell ist eine Blühwiese angelegt. Das kleine 200-Gramm-Gebinde im Rathaus abholen und aussäen. Mit ein bisschen Pflege blüht es dann im Garten. Knapp 200 Heeker haben das Angebot 2020 genutzt. Dieses Jahr waren es etwas weniger, dafür aber war die eingesäte Gesamtfläche größer.

Blühfläche 2021 größer als je zuvor

„Deutlich größer“, wie Heeks Klimaschutzmanager Johannes Hericks klarstellt. Denn auch die Mitarbeiter des Bauhofes haben über das Gemeindegebiet verteilt wieder etliche Blühflächen angelegt. Etwa im Industriegebiet Heek-West oder auf der ehemaligen Hülstafläche.

Besonderheit 2021: Das Saatgut gab es in zwei verschiedenen Ausführungen. Einmal für innerörtliche Flächen als reine Blumenmischung und einmal für Flächen im Außenbereich, die speziell auf Bienen ausgelegt war und nicht nur auf der Optik der Blüten beruhte.

Lebensraum für Insekten

Denn neben der optischen Aufwertung geht es vor allem darum, den Insekten als wichtigen Bestandteilen des Ökosystems einen Lebensraum zu bieten und einen Beitrag zum Arterhalt zu leisten. Unabhängig von der Farbenpracht. „Die ökologischen Vorteile liegen klar auf der Hand“, so Johannes Hericks.

Erstmals gab es dieses Jahr zwei verschiedene Blühwiesenmischungen. E
Erstmals gab es dieses Jahr zwei verschiedene Blühwiesenmischungen. Eine speziell für Insekten im Außenbereich und eine mit mehr Farbenpracht für die Innenbereiche. © DPA © DPA

Auch Naturschützer Herbert Moritz lobte bereits das Vorgehen gegenüber der Redaktion mit folgenden Worten: „Das ist ein positiver Beitrag der Kommune, um Brachflächen bis zu ihrer tatsächlichen Nutzung nicht nur optisch aufzuwerten, sondern auch ein positiver Beitrag zur Steigerung der heimischen Biodiversität.“

Beide Mischungen waren gefragt

Übrigens waren beide Mischungen gleichermaßen gefragt, wie der Klimaschutzmanager berichtet. „Da gab es keine Unterschiede.“ Davon unabhängig gehe es darum, zu zeigen, dass auch mit einer kleinen Aktion viel bewirkt werden könne. Und sich jeder Heeker daran beteiligen kann. Auch 2022?

Die Frage ist noch offen. Zumindest gab es dazu noch keine klare Aussage seitens der Verwaltung. Angesichts des Erfolges in den zwei zurückliegenden Jahren dürfte eine Fortsetzung des Angebotes aber wahrscheinlich sein.

Das spiegelt sich auch im Fazit des Klimaschutzmanagers wider: „2021 war eine sehr gelungene Aktion. In den letzten Jahren wurde diese sehr gut angenommen. Auch die Bilder sprechen für sich.“

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