Ritter kämpfen um Ahler Burg

Heek Ritter Felix setzt den Helm auf, zieht das Visier tief ins Gesicht und greift zu seinem Schwert. Der Edelmann hat sich in eine mittelalterliche Kampfmaschine verwandelt, die wild mit der Waffe fuchtelt - eigentlich furchterregend. Doch im Ahler Pfarrheim hat niemand Angst.

26.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die anderen elf Kinder sind ebenfalls bewaffnet - mit Papp-Rüstungen und Schwertern aus dem gleichen Material. Noch sind alle Helme, Schilder und Brustpanzer hellgrau. Das muss sich bis zum Turnier am Nachmittag noch ändern - "um die Kämpfer unterscheiden zu können", wie ein Mädchen erklärt, das sich wieder an den Tisch setzt. Auch Felix verwandelt sich wieder zurück - vom ungestümen Kämpfer in den netten Jungen, der das Schwert gegen die Bastelschere eintauscht.

Ritterspiele im Ahler Jugendheim - das ist erst einmal ein großer Bastelspaß, dann ein kulinarisches Vergnügen - "wir kochen Arme Ritter" - und schließlich ein Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier. "Wir haben leider keine echten Rösser", bedauert wohl nicht nur Jugendhausleiterin Daniela Thoring, die die eintägige Ferienprogramm-Veranstaltung organisiert hat und begleitet. "Deshalb satteln wir die Fahrräder - für die Pedalritter."

Zwei der zwölf Ritter und Ritterinnen - "das ist besser als Burgfräulein" - haben am Donnerstagmorgen bereits eine lange Radtour unternommen, von Heek nach Ahle. "Uns ist es ganz gut gelungen, dass Heeker, Ahler und Nienborger Kinder und Jugendliche gemeinsam ihre Freizeit verleben", betont Daniela Thoring. Im seit gut einem Jahr geöffneten Jugendhaus der Gemeinde, fast genau in der Mitte zwischen den Ortsteilen, zeige sich das besonders gut: "Das ZaK schätzen die Jugendlichen als ihr Haus, egal, wo sie wohnen."

Zurück nach Ahle: Das einzige, was dort zählt, ist jetzt die Ritterburg. Die gilt es zu verteidigen, mit Schwertern und Schilden, die - inzwischen bunt beklebt - deutlich an Farbe gewonnen haben. sy-

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