"Schilda" führt über Heek

Heek Alle Wege führen - nein, nicht nur nach Rom, sondern auch nach Heek. Oder Besser: durch Heek hindurch - sehr zum Verdruss von SPD-Fraktionschef Reinhard Brunsch (kleines Bild).

24.10.2008, 18:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Schilda" führt über Heek

Der konnte den ganzen Rat jetzt für seinen Antrag begeistern, die Richtungsschilder auf der A 31 und den umliegenden Bundesstraßen, die den überörtlichen Verkehr nach Metelen und Schöppingen durch Heek schicken, entsprechend zu ändern.

Woher sollen die Autos denn dann fahren? Auf diese Frage hat Brunsch eine knappe, gerade einmal zweisilbige Antwort: "Ochtrup". "Wir verschieben den Verkehr nicht nach Ochtrup, sondern auf die Umgehungsstraße von Ochtrup", konkretisiert er. Das sei für die Autofahrer kein großer Umweg, für die Nachbarn keine Belastung - aber für Heek eine enorme Hilfe. "Jedes Fahrzeug, das nur durch den Ort hindurch fährt, ist eines zu viel", steht für Brunsch fest - insbesondere angesichts der bevorstehenden großen Umbauarbeiten an der B 70 und am Gabelpunkt.

"Wir sprechen immer davon, wie sehr wir uns eine Entlastung für den Ortskern wünschen", blickt der SPD-Chef auf die lange und schließlich erfolglose Debatte um eine Umgehungsstraße für Heek zurück: "Hier könnten wir jetzt zumindest etwas Entlastung bekommen - und das durch nur kleine Maßnahmen."

Dass die längst nicht so klein sind, wie Brunsch glaubt, hat Bauamtsleiter Matthias Pennekamp in Erfahrung gebracht. Um die überörtliche Beschilderung zu verändern, sei ein mehrschrittiges Verfahren notwendig: offizieller Antrag an den Betriebssitz des Landesbetriebs Straßen.NRW in Gelsenkirchen, Anhörungsverfahren für alle beteiligten Kommunen und schließlich Empfehlung an das Verkehrsministerium, das die Entscheidung fälle. Wie lange dieses Procedere dauere? Pennekamp zuckt mit den Schultern. Dass darüber aber schon einmal ein, zwei Jahre ins Land ziehen könnten, scheint allen im Rat durchaus wahrscheinlich.

Andreas Helmich (CDU) schlägt vor, vorzusorgen - und zumindest während der Bauarbeiten an der B 70 im kommenden Jahr eine entsprechend großräumige Umleitungsempfehlung erarbeiten zu lassen. Bürgermeister Dr. Kai Zwicker ergänzt den einstimmigen Antrag des Rates: Wenn die Gemeinde sich schon auf den langen Weg durch die Schilder-Instanzen mache, dann sollte sie sich auch für eine überörtliche Ausschilderung der Landesmusikakademie einsetzen. Denn: "Einen Hinweis auf das Ahauser Barockschloss gibt es schon, ein weiterer auf das Rockmuseum in Gronau soll folgen." sy-

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