Die Mitarbeiter des Gemeindebauhofes handelten schnell, um die Gefahr durch den Rest der Eiche zu beseitigen. © Privat
Krummen Kamp

Schneller Eingriff nötig: Sturmtief zerberstet Kegelclub-Eiche

Mit enormen Windgeschwindigkeiten ist Tiefdruckgebiet „Hendrik“ am Donnerstag (21. Oktober) über das Westmünsterland gefegt. Den Böen fiel in Heek eine ganz besondere Eiche zum Opfer.

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h in der Spitze ist Sturmtief „Hendrik“ am Donnerstag (21. Oktober) über das Westmünsterland gefegt. Im Heeker Krummen Kamp waren die Böen so stark, dass eine große Eiche mit besonderer Geschichte zersplitterte. Der Bauhof musste umgehend eingreifen.

Stattlich gewachsen war die Eiche im Krummen Kamp. Im Februar 1993 wurde sie als zartes Pflänzchen zum 20-jährigen Bestehen des Kegelclubs „Die Spezialisten“ von den Mitgliedern aus der Straße neben Spielplatz und Marienkapelle gepflanzt. Über die Jahre wuchs sie gut 15 Meter in die Höhe.

Eiche zersplittert durch Windböe(n)

Doch am Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr schreckten die Anwohner auf. Die starken Windböen ließen die Eiche mit einem lauten Krachen zersplittern. Die eine Hälfte stürzte dabei auch die danebenstehenden Bänke. Die andere Hälfte hing gefährlich instabil über der Straße. Sofort riefen Anwohner beim Bauhof an.

Das Tiefdruckgebiet „Hendrik“ ließ die Eiche zersplittern. © Privat © Privat

„Wir sind nach dem Anruf sofort los“, berichtet Bauhof-Leiter Alfred Heying im Gespräch mit der Redaktion. Zu groß war einfach die Sorge, dass der Rest des Baumes auf die Straße und die angrenzenden Grundstücke stürzen könnte. In Windeseile sicherten die Bauhof-Mitarbeiter die Straße, fällten den Rest des Baumes und bannten damit die Gefahr.

Die Eiche krachte neben die Marienkapelle (im Hintergrund), die unbeschadet blieb.
Die Eiche krachte neben die Marienkapelle, die unbeschadet blieb. © Privat © Privat

„Wir hatten noch Glück im Unglück, die angrenzende Marienkapelle blieb komplett unbeschädigt“, so Alfred Heying. Der Baum selbst sei bei der Art von Zersplitterung nicht zu retten gewesen. Nach dem alles fachmännisch zerkleinert worden war, erfolgt die Entsorgung durch den Bauhof.

Die durch den Aufschlag der Eiche zerstörten Bänke wurden mittlerweile ebenfalls ausgetauscht. Am Montag (25. Oktober) rückten die Bauhof-Mitarbeiter dafür erneut in den Krummen Kamp aus, um diese zu installieren und alles so herzurichten wie vor dem Sturmtief.

Mitarbeiter des Bauhofes installierten am Montag (25. Oktober) neue Bänke und richteten alles wieder ordentlich her.
Mitarbeiter des Bauhofes installierten am Montag (25. Oktober) neue Bänke und richteten alles wieder ordentlich her. Im Hintergrund sieht man doch den Baumstumpf der gefällten Eiche. © Privat © Privat

In einer E-Mail an die Redaktion bringen übrigens die Anwohner ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass diese besondere Eiche mit Kegelclub-Geschichte die Sturmböen nicht überstanden hat.

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