Schonfrist für Temposünder an der Schniewindstraße

Bauausschuss

Sie ist nur 600 Meter lang, aber bei Tempo 30 reicht das offenbar aus, um schnell auf Touren zu kommen. Zu schnell, wie Messungen durch die Polizei ergaben. Rund 40 Prozent der Fahrzeuge fuhren zu schnell. Im Bauausschuss wurden am Mittwoch mögliche Abhilfemaßnahmen diskutiert. Ergebnis: Beobachten und Abwarten.

HEEK

, 09.09.2016, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schonfrist für Temposünder an der Schniewindstraße

Hier gilt Tempo 30: Die Schniewindstraße in Heek ist ins Visier der Verkehrspolizei gekommen.

Die Polizei war auf Betreiben eines Anwohners aktiv geworden. Dieser hatte die Schniewindstraße für den Blitzmarathon ins Gespräch gebracht. Der Verkehrsdienst der Polizei hatte dann außerhalb des Blitzmarathons Messungen durchgeführt. „Innerhalb von zwei Stunden wurden 50 Fahrzeuge kontrolliert“, hieß es dazu in der Tischvorlage der Verwaltung. Ein Wagen war mit mehr als 50 Stundenkilometern gemessen worden, einer lag zwischen 46 und 50, fünf zwischen 40 und 45, 14 kamen unter 40, aber doch zu schnell weg. Unterm Strich entsprach das etwa 40 Prozent. Die Kreispolizei rege daher an, „durch bauliche Maßnahmen die Geschwindigkeit zu verringern“.

Öfter messen

„Der Eindruck ist nicht, dass da im Wesentlichen zu schnell gefahren wird“, kommentierte Walter Niemeyer (CDU) die Zahlen. Die Ausschussmitglieder hatten vor der Sitzung die Situation an in Augenschein genommen. „Morgens und abends hat man gar keine Chance, dass zu schnell gefahren wird“, meinte er mit Hinweis auf rechts und links am Straßenrand parkende Fahrzeuge. „Wir sollten nicht irgendwelche baulichen Maßnahmen übers Knie brechen.“ Das sahen auch die meisten anderen Ausschussmitglieder so. „Wir sollten öfter messen und das weiter beobachten“, sagte Hermann-Josef Schepers (SPD).

"Momentaufnahme"

Auch Mario Strehlow (CDU) drang mit seinem Vorschlag, durch Parkflächenmarkierungen optische Tempobremsen einzurichten und den Verkehrsfluss zu lenken, nicht durch. „Im Moment sehe ich das nicht“, sagte Gausling. Beschwerden über fehlende Parkplätze oder falsches Parken gebe es derzeit nicht. Und eine solche Maßnahme werfe andere, neue Fragen auf. „Das Problem ist: Alle wollen sie, aber nicht vor der eigenen Haustür“, sagte er im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Die Ergebnisse der einmaligen Messung sieht Gausling auch nicht unbedingt als repräsentativ an. „Das war nur eine Momentaufnahme.“

Stefan Amshoff (sachkundiger Bürger, SPD) plädierte im Ausschuss mit Blick auf die Entwicklungen rund um das Areal der Schniewindschen Fabrik dafür, zunächst abzuwarten. „Dann kann man sich mit der Situation im Ganzen befassen.“  

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