Schüler entdecken mit dem Angelverein die Dinkel

Sachkundeprojekt

Unterricht einmal ganz anders. "Petri Heil" - mit dem Anglergruß begrüßte Bernhard Lösing am frühen Morgen die 18 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b der Bischof-Martin-Grundschule und ihre Klassenlehrerin Iris Möller an der Dinkel.

HEEK

17.06.2015, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei sonnigem Wetter führte der Schriftführer vom Angelverein Nienborg Dinkel gemeinsam mit Beisitzer Hans Benölken praktischen Sachkundeunterricht vor der Haustür durch. An die wissbegierigen Schüler verteilten sie Lupengläser und Lupenbecher. Schnell erkundeten die jungen Naturforscher bei einer abenteuerlichen Entdeckungstour die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt am und im Wasser.

Am Start des Naturlehrpfades erzählte Bernhard Lösing, dass die Dinkel in der Nähe von Coesfeld entspringt, nach Neuenhaus in Niedersachsen fließt und ab dort zusammen mit der Vechte ihren Weg zum Ijsselmeer in den Niederlanden fortsetzt. Im Bereich des Naturlehrpfades mit dem Insektenhotel ist der Fluss naturbelassen. Am Ufer gibt es viele verschiedene Pflanzen.

Geschmacksprobe

"In diesem Jahr ist ein Holunderjahr", sagte Bernhard Lösing und hielt eine frisch-fruchtig riechende Blüte in seinen Händen. Passend dazu kosteten die Schüler von seiner mitgebrachten Holunderblütenmarmelade. "Voll süß, lecker", war nicht nur Felix von der Geschmacksprobe begeistert.

Mit den Fischarten kannten sich die Schüler sehr gut aus: "Barsch, Karpfen, Forelle, Rotauge, Hecht, Gründling, Brasse, Schleie", antworteten sie schnell auf die Frage, welche Fische in der Dinkel zu Hause sind. Lehrerin Möller schaute ein wenig ungläubig, als Bernhard Lösing über den Fang eines etwa einen Meter langen Hechts in diesem Bereich berichtete. "Das ist kein Anglerlatein", pflichtete Hans Benölken ihm bei. Auch gibt es dort Flusskrebse.

Mit der Lupe

Mit der Lupe untersuchten die Kinder einen ausgestopften Barsch, der sehr raue Schuppen hat. "Kormorane sehen wir Angler hier nicht so gerne", sagte Bernhard Lösing. Diese fangen am Tag bis zu 500 Gramm Fische, die die Angler dann nicht mehr fischen können. Freudestrahlend erzeugten die Kinder auf Grashalmen einen pfeifenden Ton, fast so schön wie Vogelgezwitscher. Auf seiner "kostenlöse Flöte" flötete Finn "Alle meine Entchen".

Die Lupenbecher füllten sich mit zahlreichen Schnecken und verschiedenen Käfern. Rafael war stolz auf seinen Ohrenkneifer. Unter der Autobahnbrücke flog eine Libelle. Im Wasser entdeckten Hannes und Louis Muscheln, Bachflusskrebse und Wasserschnecken. "Beim nächsten Mal gehe ich hier ganz anders spazieren", sagte Karla. Wie ihre Mitschüler hat sie mit Begeisterung die heimische Natur entdeckt.

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