Sieben Orte im Kreis Borken sind coronafrei: Die Null ist in Sichtweite

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Die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Borken sinkt so schnell, dass selbst die Statistik nicht mitkommt. Das hat einen Grund, der Mut für die Zukunft macht.

Legden

, 10.06.2020, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kreis Borken meldet mit Stand Mittwoch, 10. Juni, 0 Uhr, noch 30 aktuell Infizierte. Das sind 12 weniger als am Vortag. Vor einer Woche waren es sogar noch 124. Eine gute Nachricht. „Es gibt kein größeres Ausbruchsgeschehen, das Anlass zur Sorge gibt“, sagt Ellen Bulten, Pressesprecherin des Kreises. Neuinfektionen wurden keine gemeldet. Sogar die Zahl Null scheint nicht mehr unerreichbar. In Legden ist sie schon seit mehr als einer Woche konstant.

Wer die Zahlen über die Tage genau verfolgt, wird sich über Ungereimtheiten wundern. Aus 77 Infizierten am Sonntag wurden im Nachhinein 46. „Die Zahl der Gesundeten wird manchmal erst später gemeldet“, so informiert Ellen Bulten. So war es auch am Wochenende.

62 Personen in Gronau getestet

Am Freitag wurden in Gronau erneut 62 Personen getestet, von denen etwa die Hälfte infiziert, die andere vorsorglich in Quarantäne war. Nur zwei Ergebnisse fielen positiv aus: Für viele endete damit die Quarantäne. Gemeldet wurden die Ergebnisse wegen des Wochenendes erst später, die Statistik wurde im Nachhinein korrigiert.

Legden ist inzwischen seit zehn Tagen coronafrei. Das Dahliendorf war eines der ersten im Kreis. Die letzten Fälle dort waren zudem Mitarbeiter der fleischverarbeitenden Industrie, die kaum Kontakt zur Legdener Bevölkerung hatten. Inzwischen sind sieben Kommunen im Kreis Borken ohne offiziell Infizierte: Neben Legden sind das Stadtlohn, Borken, Raesfeld, Heiden Reken, und Velen. Ahaus, Bocholt und Isselburg vermelden nur noch einen Infizierten, am meisten Fälle gibt es noch in Gescher mit 7.

Die meisten Fälle stehen in Zusammenhang mit der Fleischindustrie

Ellen Bulten geht davon aus, dass die Zahlen weiter sinken werden. Fast alle der mit dem Coronavirus infizierten Menschen stehen in Zusammenhang mit fleischverarbeitenden Betrieben. Auch die Testungen in Gronau betrafen Beschäftigte, die vor allem für die niederländische Fleischindustrie arbeiten und in Gronau in Unterkünften wohnen.

Und manche von ihnen sind schon länger als 14 Tage in Quarantäne. Auch zu Pfingsten wurde getestet, hier wird die Quarantäne für weitere Betroffene in ein paar Tagen enden. Nur vereinzelt, wie beispielsweise in Heek mit den Betroffenen aus zwei Familien, kamen andere Fälle dazu. Hier sind jetzt gerade wieder drei Betroffene als gesund verzeichnet, zwei Infizierte meldet Heek noch. „Wir sind zuversichtlich“, sagt Ellen Bulten nach den Aussichten befragt. Aber dennoch, so betont sie: Masken tragen, Abstand halten, das alles sei nach wie vor wichtig. Damit die Null irgendwann kommt.

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