SPD will dritten Landschaftswart

Entscheidung vertagt

Zwei Landschaftswarte hat die Gemeinde Heek bis dato – je einen für die Ortsteile Heek und Nienborg. Geht es nach den Wünschen der SPD, kommt womöglich ein dritter hinzu: für den Ortsteil Ahle.

HEEK

, 03.12.2015, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Buchenwald, dessen Äste in den Himmel ragen. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Buchenwald, dessen Äste in den Himmel ragen. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Sonst ist das ein Tagesordnungspunkt, der ohne Diskussion und einmütig durchgewunken wird: Der Bauausschuss sollte am Mittwoch dem Rat empfehlen, der Unteren Landschaftsbehörde für den Bereich Heek Martin Rulle und für den Bereich Nienborg Hermann Mers für weitere fünf Jahre als Landschaftswarte vorzuschlagen. Beide üben das Amt bereits seit zehn Jahren aus. Beide hatten ihre Bereitschaft zur Wiederbestellung erklärt.

"Sechs Augen sehen mehr"

„Ist das auf zwei Bezirke beschränkt“, wollte Hermann-Josef Schepers von der SPD wissen. „Wir hätten einen Interessenten aus den eigenen Reihen für den Bereich Ahle“, erklärte er. „Da wäre die Frage, ob man den mit einbinden kann oder ob der Ersatzmann werden kann.“ Schepers: „Sechs Augen sehen mehr als vier.“ Auf Seiten der Verwaltung herrschte diesbezüglich Ratlosigkeit. „Das werden wir prüfen, ob es diese Möglichkeit gibt und dann gegebenenfalls in den Rat vertagen“, sagte Bauamtsleiter Herbert Gausling. Der könne auch ohne Plazet des Ausschusses entscheiden.

"Kein Änderungsbedarf"

„Das ist doch in den letzten Jahren gut gelaufen“, führte Jörg Rosery (CDU) ins Feld. „Ich weiß nicht, ob man da groß etwas ändern sollte.“ Schepers jedoch blieb dabei: „Es geht uns gar nicht um die Herren, die das bis jetzt gemacht haben“, sagte er. „Da spricht nichts gegen.“ Seine Fraktion wolle wissen, wer über die Einteilung entscheide und warum Heek zwei Bezirke habe. „Es ist ja eine große Gemeinde, und Heek ist ja auch größer als Nienborg, da bräuchten wir vielleicht einen zweiten.“ Darauf entspann sich eine Diskussion über das Bewerbungs- und Bestellungsverfahren als solches. „Da wäre ja dann die Frage, ob man das öffentlich ausschreiben muss“, warf Mario Strehlow (CDU) ein. Auf die Frage Roserys, wer denn der Interessent sei, wollte Schepers die Katze nicht aus dem Sack lassen. „Die Frage ist, ob es Sinn macht", sagte er.

Qualifikation

Theodor Nacke (CDU) stellte die Frage nach der Qualifikation der Anwärter, „bevor wir jetzt die Behörden verrückt machen.“ Bauamtsleiter Gausling entgegnete: „Das sind alles Fragen, die ich so nicht beantworten kann und die ich bisher als unproblematisch erachtet habe.“ Er gehe davon aus, dass es einen Grund für die jetzige Aufteilung gebe. „Den werden wir bis zur Ratssitzung klären.“  

 

  • Landschaftswarte werden von der Unteren Landschaftsbehörde auf Vorschlag der jeweils zuständigen Kommune bestellt.
  • Ihre Aufgabe ist kurz gefasst der Schutz von Natur und Landschaft. Sie sollen als eine Art „Außendienstler“ Mittler zwischen Bürger und Behörde sein.
  • Landschaftsgesetz des Landes und ein Erlass des NRW-Umweltministeriums regeln die Tätigkeit.
  • Die Landschaftswacht soll demnach „durch Information und Aufklärung der Bürger sowie durch Benachrichtigung der zuständigen Behörden über nachteilige Veränderungen in der Landschaft darauf hinwirken, dass Schäden von Natur und Landschaft abgewendet werden.“
  • Zur Ausstattung gehören ein Dienstabzeichen und ein Dienstausweis. Es gibt eine Aufwandsentschädigung.
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