Strenge Sicherheitsvorkehrungen und spürbare Sorgen bei gut besuchter DRK-Blutspende in Heek

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Ein Blutspendetermin während der Corona-Pandemie ist etwas Außergewöhnliches. Eine besondere Situation für jeden Beteiligten. Das wurde am Mittwoch (25. März) in der Kreuzschule deutlich.

Heek

, 27.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sicherheitsvorkehrungen waren hoch, die Angst förmlich spürbar. Zumindest bei den DRK-Mitarbeitern am Mittwoch (25. März) in der Kreuzschule. Denn dort, wo normalerweise Kinder lernen und spielen, fand in Zeiten der Corona-Pandemie eine Blutspende statt. Und von Routine war an diesem Tag nicht viel zu spüren.

„Sie kommen hier nicht rein“, stellt eine junge DRK-Mitarbeitern mit Mundschutz, Handschuhen und Temperaturmesser in der rechten Hand in der Sicherheitsschleuse klar. „Nur Spender haben Zutritt. Auch Begleitpersonen und Pressemitarbeiter sind verboten.“ Nichts zu machen. Die Sorge vor dem Virus schwingt praktisch in jedem ihrer Worte mit.

Ein komisches Gefühl schwingt mit

Vor der Sicherheitsschleuse, einem Seiteneingang der Kreuzschule, hat sich bereits um kurz nach 16 Uhr eine lange Schlange gebildet. Doch „normal“ ist auch dabei wenig. Gut zwei Meter Abstand lassen die Spendenwilligen Platz zueinander. Die meisten stehen alleine an. „Es ist ein komisches Gefühl, aber der Abstand gibt mir wenigstens ein kleines Gefühl von Sicherheit“, sagt eine ältere Dame. Sie spende regelmäßig, aber so etwas wie dieses Mal habe sie noch nicht erlebt.

In Heek kamen am Mittwoch (25. März) 79 dieser Blutbeutel (1/2 Liter) zusammen. Eine sehr gute Bilanz.

In Heek kamen am Mittwoch (25. März) 79 dieser Blutbeutel (1/2 Liter) zusammen. Eine sehr gute Bilanz. © DRK West

Dabei hat diese Aussage auch etwas Positives. Mit Blick auf die Anzahl der Spender an diesem Tag. Nach vier Stunden hatten 79 Personen jeweils einen halben Liter Blut gespendet. „Gerechnet hatten wir mit maximal 70 Spendern“, berichtet DRK-West-Pressesprecherin Claudia Müller am Morgen nach der Spende auf Anfrage. Und dabei habe man gar nicht allen potenziellen Spendern Blut abnehmen können. Um 20 Uhr war Feierabend.

Wer im Ausland war, darf nicht spenden

Davon ab - einige Spendewillige schieden ohnehin von selbst in der Sicherheitsschleuse aus. Denn wer sich in den vergangenen vier Wochen im Ausland - ganz gleich wo - aufgehalten hatte, wurde nicht zur Spende zugelassen. „Für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ich war vor drei Wochen kurz mal in den Niederlanden“, sagt eine junge Frau und schüttelt den Kopf, als sie der Sicherheitsschleuse verwiesen wird.

Übrigens: Ein Blick durch die Fenster zeigt, dass auch im Inneren der Sicherheitsabstand gewahrt wird. Nur wenige Spender gleichzeitig halten sich vor dem eigentlichen Spendenraum auf. Viele DRK-Mitarbeiter sind auch nicht zu sehen. Dabei sind Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes West aus Münster sowie des DRK-Ortsvereins im Einsatz. Wohlgemerkt alles junge Mitarbeiter. Niemand, der zur so genannten Corona-Risikogruppe gehört.

Die Spendenbereitschaft hat in der Corona-Krise zugenommen

Eine der Mitarbeiterinnen aus Münster ist Doris Prahl-Reihs. Sie nimmt sich, weit abseits der Sicherheitsschleuse, einen Moment Zeit, um über die Blutspende in der Krisenzeit zu sprechen. Auch sie trägt Mundschutz und Handschuhe. „Es ist ein mulmiges Gefühl. Das kann ich nicht anders sagen. Jeder aus dem Team geht damit anders um. Gewöhnlich ist es aber für niemanden von uns.“

Die Blutspenden werden im Labor technisch aufwendig untersucht.

Die Blutspenden werden im Labor technisch aufwendig untersucht. © DRK West

Auch an diesen Worten merkt man, die Sorge vor dem Virus ist allgegenwärtig. Doch letztlich überwiegt die Freude, dass der Blutspendetermin in Heek trotz der Corona-Pandemie so gut angenommen wurde. „Es ist bemerkenswert, wie viele hier heute schon hingekommen sind“, so Doris Prahl-Reihs. Und sie hat vor allem eines beobachtet, nicht nur in Heek: „Die Spendenbereitschaft bei den jungen Menschen hat seit der Corona-Krise deutlich zugenommen.“

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Auch gebe es seit Ausbruch der Pandemie deutlich mehr Erstspender. „Die Menschen möchten in dieser Ausnahmesituation einfach helfen. Das ist bemerkenswert und animiert hoffentlich noch mehr Menschen.“ Und dann muss die DRK-Mitarbeiterin auch schon wieder rein. In den Sicherheitsbereich. „Die Arbeit ruft. Wir haben noch viel zu tun.“ Unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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