Trotz Coronakrise: Produktionsablauf von 2G in Heek fast ungestört

Coronavirus

Die (lokale) Wirtschaft hat in vielen Branchen unter der Coronakrise gelitten. Nicht aber so bei der 2G Energy AG. Der Produktionsablauf lief trotz Krise nahezu reibungslos. Nicht ohne Grund.

Heek

, 11.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Coronakrise konnte 2G bisher wirtschaftlich kaum etwas anhaben.

Die Coronakrise konnte 2G bisher wirtschaftlich kaum etwas anhaben. © 2G

Noch immer ist die Coronakrise allgegenwärtig. Etwas, von dem sich 2G Energy aus Heek kaum hat beeinflussen lassen. Aufgrund rechtzeitig eingeleiteter Schutzmaßnahmen sei der Produktionsablauf im ersten Halbjahr in Heek „nahezu störungsfrei verlaufen“. Das teilt 2G in einer Pressemitteilung mit. Und natürlich hat sich das auch auf die bisherige Gesamtleistung positiv ausgewirkt.

Gesamtleistung steigt um 7,5 Prozent

So konnte die Gesamtleistung im ersten Halbjahr wie geplant um 7,5 Prozent auf 115,5 Mio. Euro gesteigert werden. Die Umsatzerlöse liegen in diesem Zeitraum bei 85,6 Mio. Euro. Das ist zwar etwas niedriger als im Vorjahr (95,8 Mio. Euro), doch Grund zur Sorge gebe es keinen, wie das Unternehmen mitteilt.

Die 2G Energy AG ist einer der international führenden Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen mit Sitz in Heek im Gewerbegebiet Heek-West.

Einfache Erklärung: Viele technisch fertiggestellte Projekte seien noch nicht schlussabgerechnet worden. Davon ab sorge der dynamische Auftragseingang in Höhe von 94,9 Mio. Euro bis Ende Juli (Vorjahr: 82,0 Mio. Euro) weiterhin für volle Auftragsbücher und eine zweischichtige Auslastung der Produktion bis weit über das erste Quartal 2021 hinaus.

Personalkosten sind gestiegen

Interessant: Die Personalkosten nahmen im abgelaufenen Halbjahr deutlich auf 22 Mio. Euro zu (2019: 19,3 Mio. Euro). Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozent. Neben sehr behutsamen Kapazitätsausweitungen, vor allem im Bereich Service, spiele dabei die sehr niedrige Arbeitslosigkeit im Westmünsterland eine gewisse Rolle, wie 2G mitteilt.

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Mit Blick auf das Lohnniveau sei das Unternehmen somit einem dauerhaften Anpassungsdruck ausgesetzt. Hinzu kämen Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die zu Effizienzeinbußen geführt hätten.

Neuaufträge in Höhe von knapp 95 Millionen Euro

Und trotz Pandemie sei es dem Unternehmen gelungen, bis Ende Juli Neuaufträge in Höhe von 94,9 Mio. Euro (Vorjahr: 82,0 Mio. Euro) zu akquirieren. Der deutliche Zuwachs von gut 15 Prozent stamme vollständig aus dem Inland, wo der Auftragseingang von 46,1 Mio. Euro auf 63,1 Mio. Euro zulegte.

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Diese Entwicklung resultiere „erfreulicherweise zu einem großen Teil aus einem guten Geschäft mit Erdgas betriebenen KWK-Anlagen, bei denen ein Auftragsplus von 13,4 Mio. Euro bzw. 113 Prozent erzielt werden konnte“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Unter der Voraussetzung, dass sich die Coronakrise in den für 2G relevanten Märkten nicht noch einmal verschärft und in der Folge wieder zu vorübergehenden Schließungen von Baustellen auf wichtigen Auslandsmärkten führt, geht der Vorstand für das Gesamtjahr weiterhin von Umsatzerlösen zwischen 235 und 250 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge (betriebswirtschaftliche Kennzahl – d. Red.) zwischen 5,5 und 7 Prozent aus.

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