Teure Teakholzbank wurde in Heek irrtümlicherweise im Sperrmüllwagen geschreddert

rnWeinhandlung Beugelink

Die Teakholzbank vor der Weinhandlung Beugelink wurde im August im Sperrmüll geschreddert. Versehentlich. Passender Ersatz ist noch nicht gefunden. Nicht nur die Kunden vermissen die Bank.

Heek

, 27.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die zweite Augustwoche bleibt Rita und Gerard Beugelink mit Schrecken in Erinnerung. Denn die teure Teakholzbank vor ihrer Weinhandlung, direkt gegenüber der Heilig-Kreuz-Kirche, verschwand zunächst spurlos. Waren Diebe am Werk? Mitnichten. Die Erklärung ist viel banaler.

Mitarbeiter der Firma Stenau hatten die Bank irrtümlicherweise für Sperrmüll gehalten und kurzerhand im Müllwagen kurz und klein geschreddert. Als „Schock“ bezeichnen die Beugelinks diesen Irrtum. Jetzt, in der Weihnachtszeit, hat das Ehepaar einen weihnachtlich dekorierten Stehtisch vor dem Geschäft aufgestellt. Als Ersatz für die geschredderte Bank.

Die Bank wurde von vielen Heekern gerne genutzt

Die Bank hatte eine weit größere Bedeutung, als auf den ersten Blick ersichtlich wird. Denn sie diente nicht nur den Kunden der Weinhandlung zum Verweilen, sondern auch den Fahrgästen der direkt angrenzenden Bushaltestelle. An dieser gibt es nämlich weder einen Unterstand noch eine Sitzgelegenheit.

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„Die Bank war bei vielen Fahrgästen der Buslinie sehr beliebt“, sagt Gerard Beugelink. „Ältere Fahrgäste brauchten nicht stehen, andere wiederum schlossen schnell Kontakt. Mülleimer und Aschenbecher waren direkt daneben.“ Zudem stand die Bank so, dass die Kragplatte im ersten Stock des Gebäudes den Sitzenden auch noch Schutz vor Regen bot.

Der Neupreis der Bank beträgt 399 Euro

Und wie sieht es mit Schadenersatz durch Stenau aus? „Man bat uns um ein Foto der Bank und darum, den Neupreis (399 Euro) zu nennen. Dem kamen wir auch prompt nach“, sagt Rita Beugelink. Doch passiert ist seitdem nichts. Oder besser gesagt: Nicht das, was sich die Beugelinks gewünscht hätten.

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„Wochen später bot man uns eine Bank in „Leichtbauweise“ an, die man für keine 100 Euro in den so genannten Postenbörsen findet“, erinnert sich Gerard Beugelink mit Unverständnis. „Auf meine Frage, ob es denn auch eine Massivholz Bank aus Teak sei, verneinte der Mitarbeiter.“

Stenau bezeichnet den Vorfall als „bedauerlich“

Einverstanden waren die Beugelinks mit diesem „Angebot“ natürlich nicht und lehnten ab. Seitdem herrscht Funkstille. „Wir haben nichts mehr gehört“, so Rita Beugelink. Nachfrage bei der Geschäftsführung von Stenau. Dr. Georg Grüber weiß sofort, um welchen Fall es sich handelt. „Ja, der bedauerliche Vorfall ist mir bekannt.“

Teure Teakholzbank wurde in Heek irrtümlicherweise im Sperrmüllwagen geschreddert

Die Firma Stenau verspricht auf Nachfrage unserer Redaktion für eine angemessene Ersatzbank zu sorgen. Solange ist der Stehtisch die Lösung. © Markus Gehring

Und der Geschäftsführer hat eine Erklärung parat, warum das Ganze bisher so „unglücklich“ gelaufen ist. „Die Schadensmeldung hat ein Auszubildender aufgenommen und die Sache, wie sage ich es, nicht so ideal abgewickelt.“ Und Georg Grüber gibt ein Versprechen. „Wir werden das jetzt umgehend klären und den Schaden natürlich ersetzen.“

Gute Nachrichten für die Beugelinks, die ihren „Weihnachtstisch“ nach dem Heiligen Fest ohnehin abbauen wollen, um wieder auf eine Bank zu setzen. „Wir hätten das auch ohne Ersatz von Stenau gemacht“, stellt Rita Beugelink klar. Aber kostenloser Ersatz ist natürlich die bessere Lösung.

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