Tückische T-Kreuzung vor Nienborg soll in Kürze umfangreich entschärft werden

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Verwirrend und auf den ersten Blick für Radfahrer nicht ungefährlich ist die T-Kreuzung kurz vor Nienborg an der L 573. In Kürze soll die Sache entschärft werden, teilt Straßen NRW mit.

Heek

, 09.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Situation an der T-Kreuzung L 573/Bischof-Hermann-Straße ist für Radfahrer nach wie vor unübersichtlich. Stichwort Vorfahrtsregel. Darum steigen auch am Montagmorgen (9. März) zwei ältere Fahrradfahrer an dieser Stelle ab und schieben ihr Rad über die Straße. „Das ist uns zu heikel hier“, sagt der Mann. Doch geht es nach Straßen NRW, dann soll das bereits im April der Geschichte angehören.

Ein „Angebotsstreifen“ für Radfahrer auf der Straße zum Einfädeln, ein Stop-Schild an der Bischof-Hermann-Straße und eine neue Haltelinie – unter anderem damit soll die Situation an der T-Kreuzung entschärft werden. Nach monatelangem Hin und Her haben sich Straßen NRW als Straßenbaulastträger, Polizei und der Kreis Borken als Straßenverkehrsbehörde abgestimmt und grünes Licht gegeben.

Arbeiten werden zeitnah ausgeschrieben

Zeitnah sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, teilt Straßen NRW auf Anfrage mit. Wenn nichts unvorhergesehenes passiere, sei ein Baubeginn im April realistisch. Denn neben der Entschärfung der T-Kreuzung sollen zugleich die teilweise erhebliche Schäden an den Radwegen zwischen Heek und Nienborg behoben werden. Beidseitig, versteht sich. Ebenfalls sollen die kleinen Schäden an der L 573 ausgebessert werden.

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Zum Verständnis: Dass die Situation an der T-Kreuzung tückisch ist, liegt an der auf den ersten Blick nicht eindeutigen Verkehrsführung. Kurz vor dem Ortsteil Nienborg mündet die Bischof-Hermann-Straße in die Nienborger Straße (L573). Exakt an dieser Steller endet der Radweg aus Richtung Heek kommend abrupt. Fahrradfahrer müssen sich gezwungenermaßen auf der Straße einordnen. Nicht ungefährlich. Und haben die Radler Vorfahrt gegenüber Verkehrsteilnehmern aus der Seitenstraße?

„Wir arbeiten bereits intensiv an einer Umleitungsstrecke.“
Bauamtsleiter Herbert Gausling

SPD-Ortsfraktion fordert seit einem Jahr eine Entschärfung

Nein, haben sie nicht. Der Radfahrer ist untergeordnet. Das Vorfahrtsschild an der Nienborger Straße gilt nämlich nicht für den Geh- und Radweg. Doch genau das wissen offenkundig viele Radler laut Straßen NRW nicht. Ein Unfallschwerpunkt ist die T-Kreuzung nach Polizeiangaben zwar nicht, dennoch forcierte die SPD-Ortsfraktion bereits in einem Antrag vom 28. Februar 2019 eine Lösung für diese Stelle: „Um die Verkehrssicherheit in diesem, besonders kritischem Bereich zu entschärfen.“

Die verblaste und stückelhafte „Haltelinie“ in der Bischof-Herman-Straße soll erneuert werden. Ebenso soll dort auch ein Stop-Schild aufgestellt werden.

Die verblaste und stückelhafte „Haltelinie“ in der Bischof-Herman-Straße soll erneuert werden. Ebenso soll dort auch ein Stop-Schild aufgestellt werden. © Till Goerke

Neben den bereits angeführten Maßnahmen soll zudem vor der Kreuzung ein Schild aufgestellt werden, das darauf hinweist, dass der Fuß- und Radweg endet. Nach der T-Kreuzung soll das Schild „Fußgängerweg – mit dem Zusatz Radfahrer frei“ abgebaut werden. All diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Verkehrsführung perspektivisch eindeutiger geregelt ist.

Straßensperrungen sind unumgänglich

Einziger Wermutstropfen: Straßensperrungen während der Baumaßnahmen sind unumgänglich. „Es gibt strenge Auflagen, zum Beispiel, was den Abstand der Maschinen zum Verkehr betrifft“, erklärt Heinrich Lütke-Wenning von Straßen NRW. Lediglich der Umfang, sprich Voll- oder Teilsperrung und wie viele Tage, ist noch nicht klar. „Wir arbeiten aber bereits intensiv an einer Umleitungsstrecke“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling.

Auch der beidseitige Radweg zwischen Heek und Nienborg wird im April saniert.

Auch der beidseitige Radweg zwischen Heek und Nienborg wird im April saniert. © Till Goerke

Pluspunkt für die Dinkelgemeinde ist, dass ihr durch die Baumaßnahmen keine Kosten entstehen. Die Kosten trägt der Landesbetrieb. Damit ist zugleich der Gedanke vom Tisch, die Ausbesserung des Radwegs in Eigenregie durchzuführen. Darüber hatten die Mitglieder des Bauausschussses mit Blick auf das Klimaschutzkonzept, in dem Radwege ein elementarer Aspekt sind, zeitweilig nachgedacht. Für den Fall, dass Straßen NRW bei der Abwicklung der Arbeiten zu lange brauchen würde.

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