Überraschender CDU-Vorstoß offenbart Rationalität nach der Pleite

rnMeinung

Die CDU-Ortsfraktion setzt nach der Schlappe bei der Kommunalwahl offenkundig auf transparentere Arbeit. Das wurde beim jüngsten Antrag in der konstituierenden Ratssitzung deutlich. Ein Kommentar.

Heek

, 11.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die CDU-Ortsfraktion hat in der konstituierenden Ratssitzung mit dem Antrag auf Unterrichtung der Einwohner über regelmäßige und anlassbezogene Einwohnerversammlungen sowie eine „Bürgerfragestunde“ im Rahmen der Ratssitzungen überrascht.

Seit dem November 2015 habe es keine „Bürgerfragestunde“ mehr im Rat gegeben, führte die CDU im Antrag aus. Jetzt sei an der Zeit, das zu ändern. Es ist zweifelsohne ein Schritt in Richtung etwas mehr Transparenz. Ein Schritt, den auch das Dinkelbündnis freute. Fordert die Wählergruppe doch stets politisch transparentes Handeln ein.

Bürgerbeteiligung ist gut für die Politik

Klar ist: Mehr Bürgerbeteiligung kann nicht von Nachteil für die Lokalpolitik sein. Schließlich wird Politik für die Bürger, die Wähler gemacht. Ihre Ideen und Anregungen zu ignorieren, kann teuer werden. Das scheint die CDU nach der herben Klatsche bei der Kommunalwahl erkannt zu haben.

Jetzt lesen

Denn der „Transparenz-Antrag“ kam erst nach der Wahlschlappe und nicht schon in den Jahren zuvor, in denen die CDU noch die Mehrheit im Rat hatte. Offenkundig brauchte die CDU erst ein Debakel für den Sinneswandel.

Doch es zeugt von Rationalität, wenn man die Niederlage annimmt, sich aufrafft und die Bürger wieder politisch hinter sich vereinen möchte. Mit guten Ideen und transparenterer Arbeit. Die CDU hat einen ersten wichtigen Schritt gemacht.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt