Wahlbetrug? Franz Epping (CDU) attackiert das Dinkelbündnis scharf

rnPolitik in Heek

Die Kommunalwahl rückt immer näher. Der Wahlkampf geht in die heiße Phase. Doch nun wird es schmutzig. Schuld ist ein Disput zwischen Franz Epping (CDU) und dem Dinkelbündnis.

Heek

, 27.08.2020, 12:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die heiße Phase des Wahlkampfes hat begonnen. Dass dabei alle Beteiligten daran interessiert sind, sich ins beste Licht zu rücken und die politische Konkurrenz schlechter dastehen zu lassen, liegt in der Natur der Sache. Kleine Spitzen und Scharmützel gehören eben zum Wahlkampf. Doch der Streit, der zwischen Franz Epping (CDU) und der neuen Wählergruppe „Dinkelbündnis“ entbrannt ist, stellt zumindest für Heek eine neue Dimension dar.

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Dass das Dinkelbündis als Neuling der Heeker Lokalpolitik die Arbeit der bisherigen Mandatsträger in Rat und Ausschüssen infrage stellt, kommt nicht überraschend. Doch das sieht Franz Epping (CDU), der jahrelang Leiter des Bauausschusses und Ratsmitglieds war bzw. momentan noch ist, anders. Für ihn hat das Dinkelbündnis die Grenze des Zumutbaren überschritten.

Verbaler Rundumschlag von Franz Epping

In einer örtlichen Facebook-Gruppe holte er am Dienstag zum verbalen und scharfen Gegenschlag aus. Das Bündnis sei eine Gruppierung, „die im Hintergrund mit Lug und Trug Wahlkampf betreibt und in Bezug auf Kandidaturen Wahlbetrug begeht.“

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Mutmaßlich bezieht sich Epping mit dieser Aussage auf Kandidatin Beate Weuler. Darauf deuten zumindest vorherigen Postings hin. Konkreter wird Epping allerdings nicht. Vieles bleibt unklar. Auch auf mehrfache Aufforderung des Dinkelbündnisses, zu diesen „ungeheuerlichen Vorwürfen“ direkt Stellung zu beziehen, äußert sich Epping nicht.

Dinkelbündis überrascht von der Schärfe des Angriffs

Stattdessen legte Epping bei Facebook nach. Die Dinkelbündnis-Kandidaten Ralf Weichert und Pia Leusing würden „ungeheuerliche Unwahrheiten“ über ihn verbreiteten, die sich auf seine Tätigkeit als Vorsitzender des Bauausschusses bezögen. „Es ist enttäuschend, nach über 20 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit so behandelt zu werden“, so Epping.

Dinge, die dem Vorsitzende des Dinkelbündnisses, Prof. Dr. Berthold Wigger, nicht bekannt sind. „Davon weiß ich nichts.“ Vielmehr habe ihn die Schärfe des Angriffes von Franz Epping überrascht. „Wir waren natürlich schockiert über den Vorwurf des Wahlbetrugs.“ Worauf der sich beziehe, könne er nicht sagen: „Der Vorwurf wird von ihm nicht weiter erläutert, obwohl wir ihn mehrfach dazu aufgefordert haben.“

Äußerungen sind nicht im Namen der CDU gefallen

Zusätzliches Problem an der Sache: Franz Epping ist zwar CDU-Mitglied, hat die Anschuldigungen aber als Privatperson getätigt. Das stellt auch Dr. Susanne Weilinghoff, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverband, auf Anfrage der Redaktion klar: „Es sind Kommentare von Herrn Epping und nicht der CDU. Es ist kein öffentliches Statement von unserer Seite!“

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Und die Vorsitzende erklärt, dass die CDU auch keine, wie zuvor von Herrn Epping geschrieben, „eindeutige Beweise“ (für einen Wahlbetrug, d. Red.) habe. „Es gibt maximal Hinweise. Gäbe es Beweise, wäre das Vorgehen sicherlich ein anderes.“

Äußerungen von Franz Epping sind wenig förderlich

Dass die Nummer von Franz Epping im Wahlkampf förderlich ist, darf zumindest bezweifelt werden. Immerhin kann so der Eindruck enstehen, die CDU habe sich mit dem Dinkelbündnis überworfen. „Dem ist nicht so“, betont aber Susanne Weilinghoff. Andererseits sagt sie auch: „Jedes unserer Mitglieder darf natürlich seine Meinung frei äußern.“

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Aber, so die Vorsitzende, über den Zeitpunkt, die Worte und die Art und Weise könne man sich natürlich trefflich streiten. Dass Franz Epping keinen Konflikt scheut und nicht selten aneckt, hat sich in der jüngeren Vergangenheit auch an Äußerungen im Bauausschuss und Rat gezeigt.

Dr. Susanne Weilinghoff findet klare Worte

Susanne Weilinghoff ist in diesem Zusammenhang eines ganz wichtig: „Die Angelegenheit spielt sich ausschließlich auf der privaten Ebene ab. Der CDU-Gemeindeverband hat damit nichts zu tun.“ Franz Epping selbst sagte am Donnerstag im Gespräch mit der Redaktion: „Ich möchte jetzt kein weiteres Öl mehr ins Feuer gießen.“

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Ob sich die Sache überhaupt noch aufklärt, scheint mehr als fraglich. Das Dinkelbündis hat jedenfalls am Donnerstagmorgen (27. August) die Reißleine gezogen und auf der eigenen Facebookseite folgendes Posting veröffentlicht:

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