Ursula Schulte nimmt Einblick in inklusive Arbeit

Gala-Bau-Betrieb

Der 21-jährige Justin arbeitet seit drei Monaten beim Garten- und Landschaftsbauer Karl Mensing. Nach seiner Probezeit wird er im Betrieb fest eingestellt. Justin hat ein Handicap - so wie auch sechs weitere Mitarbeiter der Firma. Die Bundestagabgeordnete Ursula Schulte hat sich am Montag ein Bild von der inklusiven Arbeit der Firma gemacht.

HEEK

, 22.08.2016, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ursula Schulte nimmt Einblick in inklusive Arbeit

Ursula Schulte im Gespräch mit Justin, einem behinderten Mitarbeiter der Firma von Garten- und Landschaftsbauer Karl Mensing. Die Integrationsfachkraft Petra Mönstermann (hinten) ist Ansprechpartnerin bei jeder Art von Problemen.

"Ist das dein Traumjob?", fragt Ursula Schulte den 21-Jährigen, der gerade die Grünflächen beim Wasserwerk in Heek auf Vordermann bringt. Der junge Mann strahlt und antwortet: "Ja. Die Arbeit macht mir viel Spaß."

Justin ist einer von sieben Mitarbeitern mit einer Behinderung, die im Betrieb von Karl Mensing eng mit nicht-behinderten Angestellten zusammenarbeiten.

Besseres Betriebsklima

2010 hat der Garten- und Landschaftsbaubaubetrieb, ansässig im Gewerbegebiet Heek-West, die ersten zwei Mitarbeiter mit Handicap eingestellt. Sie bekommen den regulären Helferlohn, das sind etwas mehr als neun Euro in der Stunde. Seitdem die Firma inklusiv arbeitet, sei das Betriebsklima noch besser geworden, sagen Geschäftsführer Karl Mensing und Junior-Chef Philipp Mensing. Bei einer Diskussionsveranstaltung unter dem Motto "Einmal Werkstatt -immer Werkstatt" ist Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte mit Karl Mensing ins Gespräch gekommen.

"So genau weiß man ja gar nicht, wo Menschen mit Behinderungen so arbeiten. Da wollte ich mir den Betrieb ansehen und auf den Baustellen vorbei schauen", sagt Ursula Schulte. Und: Bei Karl Mensing gehe die Idee der Inklusion auf. "Unsere behinderten Helfer geben 100 Prozent für die Firma", erzählt Philipp Mensing. "Sie sind wirklich mit Leib und Seele dabei."

Ansprechpartnerin

Dass Integration in den Arbeitsmarkt nicht immer so einfach ist, weiß indes die Integrationsfachkraft Petra Mönstermann. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für die Mitarbeiter mit Handicap und für das Unternehmen Mensing. "Jeder Mensch, egal mit welcher Behinderung, soll ein Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben haben. Das sagt das Bundesteilhabegesetz. Die Umsetzung in die Praxis ist allerdings schwierig." Der Meinung ist auch Ursula Schulte. "Alle, die arbeiten können, sollen auch arbeiten dürfen. Doch das wird leider nie zu 100 Prozent klappen."

Bei Justin und seinen sechs behinderten Kollegen hat die Teilhabe am Arbeitsleben jedenfalls geklappt. Nach dem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten macht sich der 21-Jährige gleich wieder motiviert an seine Arbeit.

Lesen Sie jetzt