Die Reifen eines Anhängers auf dem Pendlerparkplatz A31/Ahauser Landstraße hat ein Unbekannter genau unter die Lupe genommen – mit Folgen. © Till Goerke
Polizei ermittelt

Verdächtige Beobachtungen auf Parkplatz: Zwei Tage später kracht es

Radfahrer haben am Samstag verdächtige Beobachtungen auf dem Pendlerparkplatz A31/Ahauser Landstraße gemacht. Zwei Tage später kracht es unweit dieser Stelle. Die Polizei ermittelt.

Samstagabend (18. September) um 18.50 Uhr. Zwei Radfahrer fahren am Pendlerparkplatz A31/Ahauser Landstraße auf Höhe der Benzstraße vorbei. Dabei fällt ihnen ein Mann auf. Dieser nimmt die Reifen eines dort geparkten Anhängers genau unter die Lupe. Eine Beobachtung mit Bedeutung, wie sich nur zwei Tage später zeigt.

Montagmittag. Der Heeker Eigentümer des Anhängers kommt, hängt diesen an seinen Pkw und fährt auf die Ahauser Landstraße in Richtung Ahaus. Um 13.30 Uhr kommt ihm ein 34-jähriger Ahauser entgegen. Plötzlich kracht es. Eine Radmutter des Anhängers schlägt in die Windschutzscheibe des 34-Jährigen ein.

Rad löst sich während der Fahrt

Während der Fahrt hatte sich ein Rad des doppelachsigen Anhängers gelöst. Das Rad selbst rollte einmal quer über die Gegenfahrbahn und landete im Straßengraben. Zum Glück blieb es bei einem Sachschaden. Weiteren Gegenverkehr gab es im Unglücksmoment nicht.

„Da hätte wirklich deutlich mehr passieren können. Alle Beteiligten hatten ziemlich viel Glück bei der Sache“, ordnet Kreispolizei-Pressesprecher Dietmar Brüning die Situation auf Redaktionsanfrage ein. Allein die Tatsache, dass die Windschutzscheibe den Einschlag der Radmutter aushielt, sei nicht selbstverständlich.

Auf dem Pendlerparkplatz an der A31/Ahauser Landstraße stehen nicht nur Pkw, sondern auch regelmäßig Anhänger.
Auf dem Pendlerparkplatz an der A31/Ahauser Landstraße stehen nicht nur Pkw, sondern auch regelmäßig Anhänger. © Till Goerke © Till Goerke

Und die verdächtigen Beobachtungen am Samstag? Vieles deutet derzeit darauf hin, dass diese unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen. Vor allem, weil der unbekannte Mann von den Radfahrern laut Polizei angesprochen wurde.

Unbekannter ergreift die Flucht

Daraufhin habe er die Flucht ergriffen und dabei versucht, die ganze Zeit sein Gesicht zu verdecken. Offensichtlich wollte er nicht erkannt werden. Geflüchtet ist der Unbekannte in einem dunklen Mercedes-Benz mit Ahauser Kennzeichen auf die Autobahn 31 in Richtung Oberhausen.

Zu den Hintergründen kann die Polizei derzeit noch nicht viel sagen. Das Verkehrskommissariat Ahaus hat Ermittlungen aufgenommen. Da nach Angaben der Polizei keine Kralle am Anhänger angebracht war, könnte es sich um den Versuch gehandelt haben, die Reifen zu stehlen.

Und bei diesem Versuch könnte der Unbekannte bereits damit begonnen haben, die Radmuttern zu lockern, ehe er von den Radfahrern gestört wurde. Zwar ist das derzeit spekulativ, allerdings macht der Kreispolizei-Pressesprecher deutlich: „Das Rad des Anhängers löst sich zwei Tage nach den verdächtigen Beobachtungen. Ein Zufall sieht eher anders aus.“

Wichtig: Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise an das Verkehrskommissariat in Ahaus unter Tel. (02561) 9260.

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