Verein „Menschen in Not Ahaus“ gegründet

Direkt am Brennpunkt

In trockenen Tüchern: Der Verein „Menschen in Not Ahaus“ ist jetzt im evangelischen Dorothee-Sölle-Haus in Ahaus von Interessierten gegründet worden. Ein öffentlicher Termin für eine Folgeveranstaltung mit Wahl des Vorstands wird sich anschließen.

AHAUS/HEEK/LEGDEN

07.09.2011, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vereinsgründer Jürgen Jaschke (l.), Diakonisches Werk, Pfarrerin Gunda Hansen (2. v. l.) und Birgit Wienkes (2. v. r.), die sich um die Logistik in der Startphase kümmert, mit Teilnehmern der Gründungsversammlung.

Vereinsgründer Jürgen Jaschke (l.), Diakonisches Werk, Pfarrerin Gunda Hansen (2. v. l.) und Birgit Wienkes (2. v. r.), die sich um die Logistik in der Startphase kümmert, mit Teilnehmern der Gründungsversammlung.

„Wir haben schon sehr viele gute Erfahrungen gemacht mit diesem Verein. Das passt zu einer christlichen Gemeinde“, resümierte Hansen. „Mich interessiert, was in der Gemeinde los ist und wo man helfen kann“, umschrieb Presbyterin Gisela Meister ihre Motivation der Mitwirkung. „Für mich ist wichtig, dass es eine ökumenische, eine christliche Geschichte ist“, begründete Regina Gerl bei der Vorstellungsrunde ihr Kommen. Jaschke betonte mehrmals, dass der Verein nicht nur für die Protestanten der Christus-Gemeinde aus Ahaus, Heek, Legden und Schöppingen zuständig sei, sondern für alle Bedürftigen – völlig unabhängig von der Religion oder der Konfession. Die Anschubfinanzierung für die Hilfe leiste die evangelische Kirchengemeinde. Das seien im letzten Jahr über die Beratungstätigkeit 6500 Euro gewesen. Sachleistungen könne der Verein nicht leisten. Manches werde auch als eine Art Darlehen für kurzfristige Engpässe vergeben, die dann als Spende zurückfließen würden. „Bei gut 20 Prozent der Ratsuchenden geht es um eine reine Beratung. Jeder, der hier weggeht, hat ein Ergebnis“, resümierte Jaschke seine Tätigkeit. Dazu gehören Hinweise auf Möglichkeiten der staatlichen Unterstützung oder auf Selbsthilfegruppen oder andere Einrichtungen.

„Wir reichen Geld legal weiter. Wir geben keine Auskünfte an Behörden oder Dritte weiter“, beruhigte er. Finanzielle Hilfen für ein und dieselbe Notlage von mehreren Einrichtungen seien allerdings nicht möglich, so Jaschke. Wichtig sei es, nicht nur Mitglieder zu finden, sondern auch Spender.

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