Viel Platz für Arbeitsplätze

Heek Durchweichter Boden, Pfützen, in denen sich der blau-graue Himmel spiegelt und lange Gräben: Noch führt die zwei Kilometer lange Straße im Heeker Westen in ein nasses Nichts. Ab heute wird sich das aber ändern. Dann fällt der Startschuss für die Besiedlung der sechs Hektar großen Erweiterungsfläche des Gewerbegebietes Heek-West.

23.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Norbert Otte zeigt vor dem Regenrückhaltebecken den Bebauungsplan. </p>

<p>Norbert Otte zeigt vor dem Regenrückhaltebecken den Bebauungsplan. </p>

"Wir liegen prima in der Zeit", stellt der für die Planung und Erschließung zuständige Mitarbeiter des Heeker Bauamtes, Norbert Otte, lächelnd fest, während er trotz des hartnäckigen Windes den Bebauungsplan auseinander faltet. 2002 steht auf dem flatternden Papier, 2003 gab die Bezirksregierung grünes Licht. "Die ersten Bagger sind aber im Juni vergangenen Jahres angerollt", ergänzt er.

Und längst wieder weggerollt. Nur ganz hinten am Überlauf des großen Regenrückhaltebeckens zur B 70 hin sind noch zwei Bauarbeiter aktiv. "Nur noch Restarbeiten, die ruckzuck beendet sind", erklärt der Fachmann aus dem Rathaus.

Auch wenn kein schweres Baugerät mehr vor Ort ist, Stille herrscht nicht. Lautes Rauschen verrät die Nähe der Autobahn 31 und der Bundesstraße 70 - und damit die besondere Standortgunst, die den neuen Industrie- und Gewerbepark so wertvoll macht für die Gemeinde, und so attraktiv für die Gewerbetreibenden. Dass das nicht nur Wunschdenken ist, beweist das bereits florierende Gewerbegebiet Heek-West direkt neben der etwa halb so großen Erweiterungsfläche. Damit sich auch weitere Firmen in der Dinkelgemeinde ansiedeln, sich erweitern und neue Arbeitsplätze schaffen können, hatte der Rat allein für die Erschließung mehr als eine Million Euro in die Hand genommen.

Entwässerung

Ein Großteil davon floss unter die feuchte Erde - in die Entwässerung des Geländes. Auflagen für den Umweltschutz schreiben etwa den Bau von abgedichteten Regenrückhaltebecken (275 000 Euro) und einem betonierten Regenklärbecken (240 000 Euro) vor, wie Otte mit einem Fingerzeig erst auf den Plan, dann in die graue Luft erläutert. Spätestens wenn die grauen Regenwolken fortgezogen sind, davon sind die Planer des Gewerbegebietes überzeugt, stehen die Chancen gut, dass aus dem jetzt noch durchweichten Boden eine blühende Landschaft wird - wirtschaftlich gesehen. sy-

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