Seit 2010 wird das Unternehmen in der dritten Generation von Stephanie Lindebaum–Halmich geführt. © Lindebaum
Wirtschaft

Wandel im Bestattungswesen: Einblicke ins Unternehmen Lindebaum

Das Bestattungswesen ist längst nicht mehr das, was es mal war. Die Aufgaben sind komplexer und weitreichender geworden. Das zeigt ein Blick in die Geschichte des Traditionsunternehmens Lindebaum.

Welch einem Wandel das Bestattungswesen in den vergangenen 75 Jahren unterworfen war – das lässt sich exemplarisch an der Geschichte des Eper Traditionsunternehmens Bestattungen und Trauerbleitung Lindebaum, das auch in Wüllen und Heek Zweigstellen hat, ablesen.

Vor einem Dreivierteljahrhundert meldete nämlich Johann Lindebaum das Bestattungsgewerbe zusätzlich zu seiner kleinen Tischlerei an, an der damaligen Bahnhofstraße 5 (heute: Zum Bahnhof).

Tischler stellten Särge her

Damals war es auf dem Land üblich, dass die Tischler Särge für die Verstorbenen herstellten, berichtet Sohn Werner Lindebaum, der das Unternehmen von seinem Vater übernahm.

Die Tätigkeit beschränkte sich damals auf die Herstellung und Lieferung von Särgen – kein Vergleich mehr zu heute. Früher, erinnert sich Werner Lindebaum, übernahm das Rote Kreuz die Aufgabe, den Verstorbenen mit einem Handwagen zur Leichenhalle am Krankenhaus zu bringen.

Werner Lindebaum übernahm das Geschäft von seinem Vater und neben seinem Meistertitel als Tischler legte er im Alter von 66 Jahren noch die Meisterprüfung für das Bestattungsgewerbe ab.

20 Jahre haben Werner Lindebaum und Tochter Stephanie sich gemeinsam intensiv um den Ausbau und die fortlaufende Modernisierung des Bestattungsunternehmens gekümmert.

Unternehmen in dritter Generation

Seit 2010 wird das Unternehmen nun bereits in der dritten Generation von Stephanie Lindebaum–Halmich geführt. Dabei wird sie von ihrem insgesamt sechsköpfigem Team im Stammhaus in Epe, sowie in den Filialen in Gronau, Heek und Wüllen unterstützt.

Zwei moderne Bestattungsfahrzeuge, mit denen Überführungen durchgeführt werden, stehen zur Verfügung. Sie kümmert sich mit ihren Mitarbeitern um die Verstorbenen und vor allem um die Hinterbliebenen, damit ein würdevoller wie auch respektvoller und individueller Abschied möglich gemacht werden kann.

Das Bestattungswesen hat sich in den vergangenen 75 Jahren stark verändert – im positiven Sinne.
Das Bestattungswesen hat sich in den vergangenen 75 Jahren stark verändert – im positiven Sinne. © Babian Nockel © Babian Nockel

Im Jahr 2014 eröffnete Lindebaum in Epe das „Haus des Abschieds“. In diesem Haus wird in speziellen Abschiedszimmern Raum und Zeit geboten, in dem Angehörige und Freunde persönlich und rund um die Uhr von Verstorbenen individuell Abschied nehmen können.

Vom ersten Kontakt bis hin zum Jahresgedenken und auch darüber hinaus ist Bestattungen Lindebaum an der Seite der Angehörigen, berät sie, kümmert sich um alle Terminabsprachen und Formalitäten rund um die Bestattung und begleitet diese oder führt sie durch.

Neue Wege stehen offen

Heute stehen den Angehörigen durch die digitale Entwicklungen Wege offen in der Versendung von Trauerpost, in der Produkt- bzw. Musikauswahl und können ein umfangreiches digitales Gedenkportal nutzen, in dem die Familie, Angehörige und Freunde oder Bekannte die Möglichkeit haben, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, Bilder zu teilen und Kerzen zu entzünden.

Auch die persönliche Vorsorge nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Menschen äußern zu Lebzeiten bereits konkrete Wünsche über die eigene Bestattung und legen das auch bei Bestattungen Lindebaum fest.

Über den Autor

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.