Der Hundetrend durch Corona ist auch in Heek angekommen. Und beschert der Gemeinde zusätzliche Steuereinnahmen. © DPA
Hunde in Heek

Wegen Corona: Hundetrend lässt die Kasse der Gemeinde klingeln

Mensch, Hund und Corona? Passt irgendwie zusammen. Das belegen die Zahlen. Auch in Heek haben sich viele einen Hund in der Pandemie zugelegt. Das lässt die Kassen der Gemeinde klingeln.

Durch die Corona-Pandemie sind immer mehr Menschen auf den Hund gekommen. Das belegen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Auch in Heek ist dieser Trend spürbar. Da für Hunde eine Steuer anfällt, beschert das ein Einnahmenplus. Nur wie viel genau?

Um die Corona-Jahre 2020 und 2021 vergleichen zu können, werden jeweils die Einnahmen im ersten Quartal verglichen. In NRW sind die Einnahmen dabei um 13 Millionen Euro gestiegen – von 144 auf 159 Millionen Euro. Auch in Heek gibt es einen Anstieg. Natürlich weniger deutlich.

Einnahmen steigen auch in Heek

Uwe Wigger von der Gemeindeverwaltung ist unter anderem für Steuern und Gebühren zuständig. Ihn haben wir um die aktuellen Zahlen gebeten. Das Ergebnis: Im ersten Quartal 2020 nahm die Gemeinde rund 10.000 Euro Hundesteuern ein. Im ersten Quartal 2021 waren es rund 10.900 Euro.

Bedenkt man, dass ein einzeln gehaltener Hund in Heek derzeit 36 Euro Steuern pro Jahr kostet, sind das etwa 25 Hunde mehr. Für eine gut 8600 Einwohnergemeinde schon eine nicht unerhebliche Steigerung.

36 Euro pro Jahr kostet in Heek ein Hund an Steuern. Ausgenommen sind
36 Euro pro Jahr kostet in Heek ein Hund an Steuern. Ausgenommen sind „gefährliche“ Hunde. Sie kosten deutlich mehr Steuern. © Pixabay © Pixabay

Mitte August waren übrigens 1123 Hunde in der Dinkelgemeinde angemeldet. Im Januar dieses Jahres waren es noch 35 weniger – also 1088. Der Hundetrend ist also auch in Heek angekommen. Laut des Verbandes für das deutsche Hundewesen (VDH) sind im vergangenen Jahr rund 20 Prozent mehr Hunde gekauft worden als in den Jahren zuvor.

Der Gemeinde Heek brachte der Hundetrend für 2020 insgesamt knapp 40.000 Euro Steuereinnahmen. Im laufenden Jahr – nach den ersten drei Quartalen – liegt diese Summe bei 32.800 Euro. Das der Vorjahreswert (deutlich) übertroffen werden wird, liegt auf der Hand.

Steuern sind keine Gebühr

Übrigens ist es Sache der Gemeinde, wie sie mit den Steuergeldern verfährt. „Steuern sind eine Leistung ohne Gegenleistung“, erklärte Uwe Wigger bereits schon in einem vorherigen Gespräch mit der Redaktion.

Heißt: Das Geld muss nicht zwangsläufig für Dinge rund um den Hund wieder ausgegeben werden. Wäre dies der Fall, würde es sich um eine „Hundegebühr“ handeln.

Wer seinen Hund anmelden will, kann das ganz bequem über die Internetseite der Gemeinde (www.heek.de) machen. Alternativ besteht die Möglichkeit, nach vorheriger Terminvereinbarung (Telefon: 02568/93000) die Vierbeiner auch direkt im Bürgerbüro des Rathauses zu registrieren.

Hunde-Steuersatz in Heek pro Jahr:

  • Ein Hund alleine: 36 Euro
  • Zwei Hunde: Je Tier 60 Euro
  • Mehr als zwei Hunde: Je Tier 72 Euro
  • „Gefährlicher“ Hund: 288 Euro
  • Mehrere „gefährliche“ Hunde: Je Tier 600 Euro
  • Im Außenbereich (400 Meter vom bebauten Ortsteil entfernt) gilt für „normale“ Hunde immer der Satz von 36 Euro je Tier.
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