Wegen Corona: Reitverein St. Georg startet Challenge „Vereine für Senioren“

Coronavirus

Eine Ende ist noch nicht in Sicht. Die Corona-Krise bestimmt weiterhin das tägliche Leben. Doch es gibt auch gute Nachrichten. So wie die Aktion des Reitvereins St. Georg Heek-Nienborg.

Heek

, 22.04.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Mitglieder des Reitvereins St. Georg Heek-Nienborg trugen jede Menge Gaben zusammen, die dann die Bewohner des Altenwohnheims St. Ludgerus beglückten.

Die Mitglieder des Reitvereins St. Georg Heek-Nienborg trugen jede Menge Gaben zusammen, die dann die Bewohner des Altenwohnheims St. Ludgerus beglückten. © Privat

Noch immer stellt die Corona-Krise das öffentliche Leben auf den Kopf und bringt es in weiten Teilen zum Erliegen. Besonders für Menschen in Altenwohnheimen ist die Corona-Pandemie mit vielen Entbehrungen verbunden, denn Besuch dürfen sie schon seit Wochen nicht mehr empfangen. Eine Schutzmaßnahme. Das hat den Reitverein St. Georg Heek-Nienborg jetzt auf eine tolle Idee gebracht.

Unter dem Hashtag „Vereine für Senioren“ haben die Mitglieder des Reitvereins am Montag auf der Plattform Facebook eine besondere Aktion ins Leben gerufen. Die Idee: Vereine sollen etwas Gutes für Senioren in Altenwohnheimen tun. Backen, basteln, malen und noch vieles mehr – alles, um den alten Menschen die Zeit ohne die gewohnten Kontakte zur Außenwelt so erträglich wie möglich zu machen.

Die vom Reitverein ins Leben gerufene Challenge heißt "Vereine für Senioren" - jeder Verein der möchte, darf sich beteiligen.

Die vom Reitverein ins Leben gerufene Challenge heißt "Vereine für Senioren" - jeder Verein der möchte, darf sich beteiligen. © Privat

Und als Initiator der Aktion legte der Reitverein St. Georg schon mal gut vor. Am Montag konnten die Mitglieder auf dem Vereinsgelände in Averbeck von 9 bis 11 Uhr auf einer langen Bierzelt-Garnitur Spenden für das Altenwohnheim St. Ludgerus Heek ablegen. Praktisch eine Art „Drive In-Verfahren“ und in Zeiten der Krise komplett kontaktlos.

Die Spendenübergabe erfolgt kontaktlos

Von Nussecken, über Kuchen, Plätzchen bis hin zu Basteleien und einem selbst gestalteten Kreuzworträtsel reichten die Gaben. Geschäftsführerin Sarah Möller brachte dann im Anschluss alles zum Altenwohnheim. „Richtig klasse, was da zusammengekommen ist. Mein Auto war richtig voll.“ Kofferraum, Rückbank und Beifahrersitz wurden genutzt, schildert Sarah Möller die Aktion im Gespräch mit der Redaktion.

Die Spenden selbst legte sie vor dem Altenwohnheim ebenfalls kontaktlos auf Küchenwagen ab. „Nach fünf Minuten war ich schon wieder weg“, so die Geschäftsführerin. Die Idee zu dieser Aktion entstand übrigens bereits vor einigen Tagen. „Wir haben unsere Mitglieder über WhatsApp informiert, die sofort alle begeistert waren.“

Die Zuwendungen kommen im Altenwohnheim sehr gut an

Und wie kamen die Zuwendungen im Altenwohnheim an? Nachfrage bei Einrichtungsleiterin Roswitha Pache. „Die tun uns allen hier so gut. Wir bekommen so viele Zuwendungen, das ist einfach richtig klasse.“

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Wichtig sei nur, dass sich Spender vor der Abgabe anmelden. Damit diese reibungs- und kontaktlos erfolgen kann. So wie beim Reitverein St. Georg Heek-Nienborg. Und Roswitha Pache macht deutlich: „Wir freuen uns über wirklich jede Spende. Und alles kommt zu 100 Prozent bei den Bewohnern an.“

Und wie geht es jetzt mit der Challenge weiter? „Wir haben den St. Martin Reitverein Stadtlohn nominiert“, berichtet Sarah Möller. „Aber letztlich kann ja jeder Verein mitmachen. Das ist ja das Tolle. Möglichkeiten gibt es ja genug, etwas Gutes in dieser schweren Zeit zu tun.“

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