Wetter hat Landwirten zugesetzt

Turbulentes Jahr

HEEK. Über die Äcker hat sich eine weiße Schneedecke gelegt. Die Erinnerung an eine durch extreme Witterung gekennzeichnetes Jahr kann sie allerdings bei den Landwirten nicht zudecken. Im Gegenteil: Der Winter, der sich früh und frostig gemeldet hat, setzt die Serie unerwarteter Wetterkapriolen nur fort.

10.12.2010, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Acker ruht unter Eis und Schnee.

Der Acker ruht unter Eis und Schnee.

Dennoch: Die zunächst stark unter der extremen Trockenheit des Frühsommers leidenden Pflanzen hätten sich zwar erstaunlich erholt, aufholen konnten sie die Entwicklungsverzögerung aber nicht mehr. Die Folge: eine noch gerettete, aber doch reduzierte Ernte. Eine Lehre daraus: "Weiterhin auf verschiedene Maissorten setzen, um so das Risiko zu streuen", so der Heeker Ortslandwirt.

Bei anderem Getreide sind die Landwirte nicht so glimpflich davon gekommen. Die Ernte von Weizen und Triticale war erheblich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Nicht allein das Ausbleiben des Regens im Mai hatte den Landwirten zugesetzt. Bereits der Winter 2009/10 war mit viel Schnee rekordverdächtig und der März besonders nass. Erst im April waren die Böden vielfach befahrbar.

Die starke Nässe im Herbst verbunden mit dem sehr frühen Wintereinzug mit langem Frost habe dafür gesorgt, dass auch die Zwischenfrüchte "stark zurückgeblieben sind", so Telgmann.

Übrigens: Dass sich die Landwirte im Winter zurücklehnen könnten, sei eine alte, längst nicht mehr gültige Mär: "Bei uns dominiert die Viehhaltung", so Telgmann. Und die halte ihn und seine Kollegen ganzjährig auf Trab. Unabhängig vom Wetter sind sie aber auch dabei nicht. Ein früher, starker Winter führe bei Schweinehaltern schließlich zu steigenden Energiekosten.

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