Wie geht es am Markt weiter?

15.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Heek Wie geht es am Markt für Agrarprodukte weiter? Zu diesem Thema referierten Jörg Sümpelmann, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverband Borken, und ergänzend Josef Ossege, Landwirtschaftskammer Borken. Die wachsende Bevölkerung in den Entwicklungs- und Schwellenländern, Wirtschaftswachstum (steigende Kaufkraft) und wachsende Urbanisierung einerseits, die weiter zunehmende energetische Verwertung der Agrarprodukte andererseits erhöhten die Nachfrage. Auf den Weltmärkten "werden neue Spieler die Welthandelsstrukturen verändern", so Sümpelmann. Auch werde Abbau von Zöllen, Beihilfen und Erstattungen die gehandelten Mengen erhöhen.

Die Agrarmärkte würden kurz- bis mittelfristig immer wieder starken Schwankungen ausgesetzt sein, da etwa puffernd wirkende Lagerbestände schon jetzt geleert seien. Auch der fortschreitende Klimawandel werde nach Einschätzung Sümpelmanns Schwankungen der Erträge zur Folge haben. Aber: Nordwesteuropa sei klimatisch einer der besten Standorte für die Landwirtschaft überhaupt.

Die Landwirte und deren Marktpartner wie die Genossenschaften müssten sich, so Ossege, sowohl hinsichtlich der weltweit erzeugten Agrarprodukte als auch deren Preisen mit ihrem Risikomanagement auf schwankende Märkte einstellen. Energie- und Nahrungsmittelerzeugung würden wachsende "Flächenkonkurrenz" zur Folge haben. sp

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