Wilhelm Frieler wird weiter vermisst

Vergebliche Suche

Bis 3 Uhr in der Nacht zum Donnerstag hat die Heeker Feuerwehr nach Wilhelm Frieler gesucht. "Wir wollten einfach nicht aufgeben", sagt Jörg Latussek, Pressesprecher der Feuerwehr Heek. Doch irgendwann war da die Erkenntnis, dass nichts mehr getan werden kann. Für die Feuerwehrleute ging damit ein langer Tag zu Ende.

HEEK

, 25.08.2016, 17:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einsatzbesprechung der Heeker Wehr in Wext.

Einsatzbesprechung der Heeker Wehr in Wext.

Noch am Abend, als die Polizei ihre intensive Suche abgebrochen hatte, machten die Feuerwehrleute, immerhin schon seit 11 Uhr im Einsatz, weiter. "Er ist ein Bürger, das ist doch selbstverständlich. Und wir wollten die Angehörigen nicht alleine lassen", so Latussek. Er berichtet: "Wir haben noch mal Man-Trailer von der DLRG angefordert."

Als die Hunde dann alle in einem Bereich rund 200 Meter von der Einsatzleitstelle, dem Hof Frieler, anschlugen, stand schnell fest, diesen Bereich noch einmal genau abzugehen. Weitere Hunde, diesmal auf die Suche in einer Fläche trainiert, wurden losgeschickt. Und die Feuerwehrmänner gingen die Felder Reihe für Reihe ab, immer in der Hoffnung, den 86-Jährigen zu finden, der seit Dienstag vermisst wird. Auch dabei wurden sie noch von Nachbarn und anderen Freiwilligen unterstützt. "Diese Gemeinschaft zu erleben, diese Hilfsbereitschaft, das war schon sehr beeindruckend", sagte Latussek.

Suche eingestellt

Die Polizei hatte am frühen Mittwochabend die Suche eingestellt. "Wir haben alles getan, was möglich war", berichtete Polizei-Pressesprecher Frank Rentmeister. Mit Hubschrauber, Suchhunden, Tauchern, einer Hundertschaft aus Bochum hatten sie am Dienstag und Mittwoch in der Bauerschaft Wext systematisch nach dem 86-Jährigen gesucht.

Die Freiwillige Feuerwehr Heek mit 80 Einsatzkräften unter der Leitung von Hans-Peter-Rump und Manfred Lösing war genauso dabei wie die Johanniter-Rettungswache. Die Feuerwehr Gronau schickte Taucher und den Löschzug aus Epe. Auch der Gronauer Leiter der Feuerwehr, Marco van Schelve, begleitete die Suche bis 3 Uhr. Außerdem kümmerte sich ein Notfallseelsorger um die Angehörigen. Am Donnerstag fuhren dann noch Polizeibeamte in Streifenwagen durch das Gebiet. "Wenn es neue Erkenntnisse gibt, machen wir sofort weiter", sagte Latussek und spricht für alle seine Feuerwehr-Kollegen. Noch hoffen sie auf ein gutes Ende.

Personenbeschreibung

Wilhelm Frieler ist etwa 1,80 Meter groß, hat grau-blond-rötliches Haar, rundliches Gesicht, große Ohren, und war zuletzt mit einem Schlafanzug (rotes Oberteil) bekleidet. Hinweise an die Polizei unter Tel. (02561) 9260.

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