Wirtschaftskrise erreicht auch Heek

Gewerbesteuer-Einbruch

HEEK Mit prognostizierter Verzögerung erreicht die Finanz- und Wirtschaftskrise nun auch den Haushalt der Gemeinde Heek: „Wir werden im Jahr 2010 deutlich weniger Gewerbesteuer einnehmen, als es noch im Jahre 2009 der Fall war“, stellte Bürgermeister Ulrich Helmich bei der Einbringung des Haushalts für 2010 in der Ratssitzung.

von Von Manfred Elfering

, 16.12.2009, 20:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sobald das Wetter es zulässt, kann es auf der hier noch versumpften Gabelpunkt-Brache losgehen.

Sobald das Wetter es zulässt, kann es auf der hier noch versumpften Gabelpunkt-Brache losgehen.

Anlass zur Sorge bereite die derzeitige finanzielle Situation der Gemeinde nämlich noch nicht. Vorsorge sei allerdings zu treffen angesichts bilanzieller Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro, die es zu erwirtschaften gelte: „Einerseits eine große Zahl, andererseits aber auch eine erforderliche Zahl, denn wir alle sollten bestrebt sein, den geschaffenen Stand zu erhalten und nicht den Weg zurück anzutreten“, so Helmich. Für die Gemeinde bedeute dies aber auch, noch genauer darauf zu achten, für welche zusätzlichen Aufgaben noch Mittel zur Verfügung stehen, warnte der Bürgermeister. Dennoch wird im Jahr 2010 eine Kreditaufnahme in Höhe von 1,7 Mio. Euro erforderlich. Dieses Geld soll in die Kreuzschule, die neue Verbundschule mit Realschulzweig fließen. „Diese Investition ist in die Zukunft gerichtet und eröffnet der Gemeinde Heek, ihren Bürgerinnen und Bürgern und insbesondere unseren Kindern neue Perspektiven“, sagte Helmich.

Insgesamt belaufen sich die Erträge im Ergebnisplan auf rund 9,5 Mio. Euro, denen Aufwendungen von etwa 10,6 Mio. Euro gegenüber stehen. „Wir sind daher gehalten, die Ausgleichsrücklage in einer Höhe von gut 1,1 Mio. Euro in Anspruch zu nehmen“, so Helmich. Auch in Heek geht es also an die Substanz – sie ist aber auch nach der Entnahme nicht aufgezehrt, denn zur Verfügung stehen in der Rücklage noch insgesamt 2,68 Mio. Euro. Für die Steuerzahler hatte Helmich überwiegend gute Nachrichten im Gepäck: So sei es gelungen, die Grundsteuern und auch den Hebesatz für die Gewerbesteuer stabil zu halten. Die Gebührensätze bleiben unverändert (Wasser) oder sinken sogar (Abfall), mit einer Ausnahme: Die Kanalbenutzungsgebühr muss aufgrund erheblicher Investitionen von rund 1,6 Mio. Euro im Bereich Abwasserwerk angehoben werden. Investiert wird in neue Mess-, Steuer- und Regeltechnik, in Rückhaltebecken und das Pumpwerk Stiege, in die Kanalsanierung und die Erschließung des Baugebiets „Achter de Stadt“.

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