Würdiger Rahmen für das Ehrenmal

Neu gestaltet

Am Volkstrauertag (Sonntag, 15. November) wird allerorten der Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft gedacht. Vor allem das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren steht im Mittelpunkt des Gedenktags. Bei der Gedenkfeier in Heek wird das neu gestaltete Ehrenmal an der Kreuzung Ludgeristraße/Leuskesweg, am Eingang zum Friedhof, gesegnet.

HEEK

10.11.2015, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Würdiger Rahmen für das Ehrenmal

Das Ehrenmal am Heeker Friedhof hat nun einen komplett neu gestalteten, würdigen Rahmen bekommen.

"Bereits am 31. August 1924 war auf dem Platz zwischen der Ludgeristraße und Vennstraße ein Kriegerehrenmal vom Bildhauer Dirks in Billerbeck errichtet worden. Die Kosten betrugen damals 3000 Reichsmark", berichtet Pfarrer Josef Leyer von der Kirchengemeinde Heilig Kreuz aus der Geschichte.

1963 neue Gedenkstätte eingeweiht

Seit jenem Tag versammelte sich die Gemeinde am Buß- und Bettag und am Volkstrauertag unter Führung des damaligen Kriegervereins zur Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal. Am Totensonntag 1963 wurde in der Nähe des alten Kriegerehrenmals eine neue Gedenkstätte eingeweiht, die den 312 Toten der Kriege der vergangenen 100 Jahre gewidmet war. Sie wurde unter Mitwirkung von Heeker Architekten von Bildhauer Balduin Romberg aus Coesfeld geschaffen. "Der Heeker Heimatverein hatte nach wiederholten Beratungen mit Architekten und Bildhauern, nach Besichtigung auswärtiger Denkmäler und einer Ausstellung in der Alexander-Hegius-Schule zu diesem Motiv entschlossen", erzählt Leyer. Den Platz stellte die katholische Kirchengemeinde zur Verfügung, die Finanzierung erfolge durch Beihilfen der Gemeinde und Spenden der Bevölkerung. Die Vorarbeiten leitete der Heeker Heimatverein unter Mitwirkung der Behörden und aller Vereine.

Engagierte Schützen

Der Heimat- und Schützenverein St. Ludgerus Heek, der Schützenverein Averbeck und der Junggesellenschützenverein St. Maria Heek legen dort bei ihren Schützenfesten und am Volkstrauertag zum Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Vereinsmitglieder einen Kranz nieder.

Mitglieder dieser drei Vereine haben sich auch tatkräftig an der Neugestaltung des Ehrenmals beteiligt. Mitte September rodeten sie im Umfeld des Kriegerehrenmals die Sträucher. Gleichzeitig wurden auch die Natursteinpflasterflächen aufgenommen und für eine Wiederverwendung gelagert. Eine seitens der Gemeinde beauftragte Firma aus Heek führte die weiteren Arbeiten durch.

Eine ellipsenförmige Pflasteranlage und eine Zuwegung zum Ehrenmal und zur Kapelle entstanden. "Die Linden wurden aufgeastet, Rollrasen verlegt und der gesamte Bereich nach einem bestimmten Konzept bepflanzt", sagt Herbert Gausling, Leiter des Bauamts der Gemeinde Heek und Präsident des Averbecker Schützenvereins.

Großzügig gestaltet

Mit Umbau der Ortsdurchfahrt in Heek wurden die angrenzenden Platzbereiche am Rathaus, an der Donaustraße, dem Donnerberg und an der Einmündung Leuskesweg neu gestaltet. Dabei hatten die Planer stets den Bereich rund um das Ehrenmal im Blick. Die Bepflanzung und die Zuwege waren in die Jahre gekommen und die Nutzung, insbesondere für die Kranzniederlegung im November, eingeschränkt. "Wunsch der Schützenvereine war es, den Bereich vor dem Ehrenmal großzügiger zu gestalten und mehr Aufstellfläche zu haben", so Gausling weiter.

Im vergangenen Jahr hatte Landschaftsarchitekt Dietmar Hoffjann das Areal überplant. Die Pläne stießen bei der Kirche und den Schützenvereinen auf große Zustimmung. "Drei Ellipsen prägen zukünftig das Bild des Platzes", sagt Herbert Gausling. Das Ehrenmal und die Kapelle bilden dabei das Zentrum - eine äußerst gelungene Neugestaltung.

  • Das Hochamt für die Verstorbenen der Weltkriege am Volkstrauertag beginnt um 8.30 Uhr in Nienborg, um 9.45 Uhr in Ahle und um 11 Uhr in Heek.
  • Anschließend erfolgt jeweils der Zug zum Ehrenmal mit Kranzniederlegung und Ansprache.
  • Die Bevölkerung ist zur Teilnahme eingeladen.
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