Mit der Fördersumme von 62.000 Euro hätte der Außenbereich richtig schön aufgewertet werden können. Doch das bleibt erst mal ein Traum. © Markus Gehring
Meinung

Zurückgegebene Fördergelder: Eine hausgemachte, politische Blamage!

Satte 62.000 Euro Fördergelder für die Umgestaltung des Außenbereiches vom Eppingschen Hof gibt die Gemeinde ungenutzt zurück. Das ist bitter und im Zustandekommen eine Blamage, findet unser Autor.

Selten habe ich eine Entscheidung so gut nachvollziehen können, über die ich zugleich mit dem Kopf schütteln musste: die Fördergeldrückgabe über gut 62.000 Euro für den Eppingschen Hof. Jenen Ort, der so besonders in und für Heek ist.

Bestimmt war das Geld für die Umgestaltung des Außen- und Eingangsbereiches. Einzige Bedingung: Das Geld hätte 2022 ausgegeben werden müssen. Weil sich SPD- und CDU-Fraktion schon weit vor der Kommunalwahl 2020 mit dem „Wie“ nicht einig wurden, geht das Geld jetzt ungenutzt zurück.

Verwaltung macht alles richtig

Keine Frage, der Vorstoß der Verwaltung, diesen Schritt zu gehen, ist richtig. Völlig richtig. Zu viele (politische) Fragen sind noch immer ungeklärt. Schließlich gestaltet man ja auch nicht seinen Garten, ehe das Haus steht.

Was mich stört, ist das Zustandekommen. Dabei geht es nicht darum, einer Fraktion die Schuld in die Schuhe zu schieben. Jede hat ihre in sich mehr oder weniger schlüssigen Argumente vorgetragen. Desaströs ist, dass man es noch nicht geschafft hat, an einem Strang zu ziehen.

Jetzt dauert alles noch länger

Jetzt gibt es zwar eine Arbeitsgruppe, doch die Fördergelder holt diese auch nicht mehr zurück. Die Mühen der Verwaltung waren umsonst. Und wer badet das politische Trauerspiel am Ende aus? Richtig, die Vereine und Bürger.

Sie alle müssen jetzt noch länger darauf warten, dass sich mal was tun könnte. Mit bürgernaher Politik hat das für mich nichts zu tun. Vielmehr kommt es einer politischen Blamage gleich.

Über den Autor