Alle Schulen sollen Bürgersolarkraftwerk erhalten

Fotovoltaik

ASCHEBERG Seit einem knappen Jahr ist das Bürgersolarkraftwerk in der Lambertusschule in Betrieb und hat bislang mehr als 22 216 Kilowatt produziert, die ins Netz der RWE eingespeist werden. Das ergibt eine beachtliche Summe für die Mitglieder.

von Von Wolfgang Gumprich

, 07.05.2009, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über 95 000 Euro wurden für die 42 Mitglieder der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die dieses Kraftwerk auf dem Dach der Lambertusgrundschule in Ascheberg betreiben, erwirtschaftet. Die Zahlenkolonnen auf der Anzeigentafel schwankten am Donnerstagmittag zwischen 195 233, 21 101, in Spitzen sprangen sie auf 26800. Sie zeigen die momentane Leistung des ersten Ascheberger Bürgersolarkraftwerks in Watt an. Bis zum Mittag hatte es 42 Kilowatt erzeugt.43,01 Cent je Kilowattstunde Die Summe errechnet sich aus dem EEG (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien), das 43,01 Cent je erzeugter Kilowattstunde dem Betreibern garantiert. "Voraussetzung ist", so Rainer Bultmann, "dass die Anlage eine Leistung bis zu 30 kWp hat".   Zusammen mit Ralf Dohmen führen sie die Ascheberger Firma Sun Effects, die das erste Bürgersolarkraftwerk installiert hat. Am Mittwoch wurde es Interessierten vorgestellt.

Viel zu sehen gibt es da nicht, die südliche Seite des Schuldachs ist fast komplett mit Fotovoltaik-Modulen abgedeckt, eine Leitung, so Bultmann vor den knapp 20 Besuchern, führt in den Keller. Dort stehen drei Wechselrichter, die den Gleichstrom der Anlage in Wechselstrom für das Netz umwandeln. "Und an der Übergabestelle wird gemessen".

 Ökologisch und Ökonomisch

Die beiden aktiven Geschäftsführer möchten nun eine zweite Anlage auf dem Dach der Theodor-Fontane-Schule installieren und eine zweite GbR gründen, an der vor allem die Herberner Anteile zeichnen können. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. "Eine Fotovoltaik-Anlage", so Bultmann, "ist die ideale Geldanlage für Investoren, die sich ihrer ökologischen Verantwortung stellen, aber trotzdem gewinnorientiert denken möchten."

Am Mittwoch mit dabei waren die beiden Initiatoren des Bürgersolarkraftwerks, die Fraktionsvorsitzenden Ludger Wobbe (CDU) und Hans-Werner Schlottbohm (UWG) dabei. Sie nannten als Ziel, alle Schulzentren mit einem solchen Kraftwerk zu versehen.