Altes Krankenhaus: Bauvorhaben steht vor dem Aus

Geplante Wohnungen in Herbern

Wird das alte Herberner Krankenhaus abgerissen und durch eine moderne Wohnanlage ersetzt? Seit Jahren gibt es solche Pläne für die seit 2008 leer stehende Immobilie. Doch offenbar haben sie sich mittlerweile zerschlagen. Jetzt muss über die Zukunft des alten Krankenhauses neu entschieden werden.

HERBERN

, 31.07.2015, 09:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Altes Krankenhaus: Bauvorhaben steht vor dem Aus

Noch steht das alte Krankenhaus an der Altenhammstraße unverändert. Wann an seine Stelle ein Neubau mit Wohnungen tritt, ist noch offen.

Wann er endlich das alte Herberner Krankenhaus abreißt und an seine Stelle die geplante Wohnanlage baut? „Bald“, hatte Cafer Sagir, Chef der Sagir AG, in den vergangenen zwei Jahren immer geantwortet, wenn unsere Redaktion ihn gefragt hatten. Inzwischen schweigt der Bielefelder Unternehmer.

"Ich glaube daran nicht mehr"

Dass er das Bauvorhaben noch einmal durchführen wird, scheint immer unwahrscheinlicher. „Ich glaube daran langsam nicht mehr“, sagt Volksbank-Vorstand Reinhard Hartwig. Er ist in dem Backsteinbau auf der Ecke Altenhammstraße/Bakenfelder Weg ein- und aus gegangen – als Patient, Besucher und ehrenamtlicher Mitarbeiter der katholischen Pfarrgemeinde. Dass das einst katholische Krankenhaus, das 1983 zum Altenheim umgebaut wurde und seit 2008 leer steht, dem Verfall preisgegeben wird, will er nicht akzeptieren.

Daran hat auch die Gemeinde Ascheberg als zuständige Bauverwaltung kein Interesse. Allerdings hat sie auch keine Handhabe: Vertragspartner sind die Malteser-Trägergesellschaft als Erbbauberechtigte für das kirchliche Grundstück und eben die Sagir AG.

Bauausschuss hatte Vorhaben begrüßt

Ein Rückblick: Der Bauausschuss hatte Mitte 2013 das Bauvorhaben grundsätzlich begrüßt – allerdings auch einige Änderungswünsche angemeldet. Die Sagir AG plante um. Wenig später brachten die hohen Abrisskosten das Projekt zum Stocken. Vor einem Jahr einigten sich die Sagir AG und das Malteserstift, die Kosten zu teilen. Den angekündigten Entwurf individuell geplanter Eigentumswohnungen blieb Sagir aber bis jetzt schuldig. Wie es jetzt weiter geht, muss die Malteser Rhein-Ruhr gGmbH in Duisburg entscheiden. Roland Niles, Geschäftsbereichsleiter Wohnen und Pflegen, war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. „Bedarf nach Eigentumswohnungen besteht in Herbern nach wie vor bei Jung und Alt“, so Hartwig, vor allem bei Herbernern mit Wohneigentum, die sich kleiner setzen wollten. 

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