Heiratsantrag beim Schützenfest: Markus (49) und Stephanie (47) sind die Video-Stars im Dorf

rnBSV-Schützenfest 2019

Eine Woche ist es her, dass Markus Matschinsky seiner Königin einen Heiratsantrag beim Schützenfest machte. Das Video kennt das ganze Dorf. So öffentlich sollte das gar nicht sein.

Herbern, Ascheberg

, 21.06.2019 / Lesedauer: 3 min

„Eigentlich wollte ich das gar nicht so öffentlich machen“, sagt Markus Matschinsky (49) eine Woche nach seinem Heiratsantrag beim Schützenfest der Bürgerschützen (BSV) Herbern.

Eigentlich wollte der scheidende Schützenkönig das Ganze privat halten. Aus dem „Eigentlich“ wurde ein Heiratsantrag vor Hunderten von Leuten – den Videobeweis kennt wohl mittlerweile das ganze Dorf.

War das nicht peinlich, sei Stephanie Schmidt danach ein paarmal gefragt worden. „Das war überhaupt nicht peinlich“, sagt sie. Wieso auch? Dass Stephanie die Richtige für Markus ist, wussten die Leute auch vorher.

„Wollt ihr nicht mal langsam heiraten?“

Die Idee zu dem Heiratsantrag hatte Markus Matschinsky beim Schützenfest in Nordick Ende Mai zusammen mit Rainer Hurek und dem BSV-Vorsitzenden Karsten Nägeler. Wollt ihr nicht mal langsam heiraten, soll Nägeler gefragt und dann nicht mehr locker gelassen haben.

Am Freitag (14. Juni), dem Morgen des großen Vogelschießens, habe Nägeler den scheidenden Schützenkönig dann noch einmal angerufen. „Und? Was ist jetzt?“ Markus gab nach.

Ein paar Stunden später hielt der Schützenkönig von 2018 die letzte Rede seiner Regentschaft. Und dann – „Hasi“ – war allen klar: Da kommt noch was. Was kam, war ein großer Strauß Rosen und eine knackige Liebeserklärung: „Meine Königin bist und warst du schon immer.“

In Herbern spielt sich alles ab

Im November sind die beiden fünf Jahre zusammen, kennengelernt haben sie sich im Internet – und eines Tages stand Stephanie vor der Tür. Sie – gebürtig aus Osnabrück – ist angekommen. Bei Markus und auch im Dorf. „Ich wurde hier sofort herzlich aufgenommen“, sagt die 47-Jährige.

Heiratsantrag beim Schützenfest: Markus (49) und Stephanie (47) sind die Video-Stars im Dorf

Markus Matschinsky und Stephanie Schmidt waren das Königspaar von 2018. © Markus Matschinsky

Das Paar lebt in Ascheberg, langfristig aber wollen sie wieder zurück nach Herbern. Dort ist Markus aufgewachsen, dort spielt sich das Leben ab. Deshalb blieb er dem BSV auch immer treu, deshalb ist er seit seinem Siegtreffer 2018 der einzige Schützenkönig des BSV Herbern, der nicht in Herbern wohnt.

Neben dem Antrag wohl noch so ein Grund, weshalb sich die Schützen auch in einigen Jahren noch an König Markus erinnern dürften.

„Das kostete richtig Überwindung“

Was denn aufregender gewesen sei? Die Proklamation zum König oder der Heiratsantrag ein Jahr später? „Der Heiratsantrag war aufregender“, sagt Matschinsky. „Das kostete richtig Überwindung.“ Seiner Stephanie – und das ist die Hauptsache – hat’s gefallen. „Das war richtig schön“, sagt sie und hat in den paar Tagen danach schon geschaut, wo man denn heiraten könnte.

„Der Burgturm in Davensberg gefällt uns gut“, sagt Stephanie Schmidt. Der wird’s wohl werden – gerne noch in diesem Jahr. Dann aber in kleiner Runde.

Markus Matschinsky ist übrigens nicht der einzige König in Herbern, der den Antrag beim Schützenfest machte. Wer es 2002 beim Königsball vorgemacht hat? Na klar – Karsten Nägeler. „Und? Was ist jetzt?“

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