Ascheberg bekommt ein neues Feuerwehrhaus

Auch Pläne für Herbern

Erst ein neues Feuerwehrgerätehaus in Ascheberg, später dann ein Bau in Herbern? Das ist zumindest der Plan, den die Politiker verfolgen. 3,6 Millionen Euro soll der Neubau in Ascheberg kosten. Doch es gibt einige Einnahmen für die Gemeinde, die gegengerechnet werden können.

ASCHEBERG

, 06.04.2017, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ascheberg bekommt ein neues Feuerwehrhaus

Vorderansicht (o.) der neuen Ascheberger Feuerwache mit der Halle für sieben Einsatzfahrzeuge. Im mittleren Bild die Seitenansicht. An der Rückseite der Fahrzeughalle soll eine Übungswand zum Klettern, Abseilen, und so weiter entstehen. Die Rückansicht ist unten zu sehen.

Der einstimmige Beschluss zum Bau des neuen Ascheberger Feuerwehrgerätehauses erhöht die Chancen für einen Neubau in Herbern. Das machten Politiker am Dienstagabend auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich.

Der Ausschuss hatte soeben sein Okay für eine Investition von rund 3,6 Millionen Euro in eine neue Wache auf dem Gemeindegelände an der Raiffeisenstraße gegeben, als CDU-Fraktionssprecher Ludger Wobbe sagte: „Wir hoffen auf einen schnellen Baubeginn. Dann muss es genauso schnell in Herbern gehen.“

Die dortige Wache ist nicht mehr zeitgemäß, eine Erweiterung auf dem Grundstück an der Bernhardstraße nicht möglich. Christian Ley von der SPD hatte denselben Gedanken: „Schnell anfangen, schnell fertig werden, dann ist Herbern dran.“

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Ab 2018 soll eine neue Wache an der Raiffeisenstraße entstehen

Doch zunächst, voraussichtlich ab nächstem Jahr, soll die nagelneue Wache an der Raiffeisenstraße entstehen. Sie bietet in der Fahrzeughalle sieben Einsatzwagen Platz. Im Funktionsgebäude, das die Halle umgibt, finden Umkleide- und Sanitärbereiche, Schulungs- und Jugendfeuerwehr-Räume Platz.

 

Da das Gebäude für einige Jahrzehnte geplant ist, stimmte der Ausschuss der gut 40.000 Euro teuren Option zu, den einstöckigen Funktionsbau so zu verstärken, dass später eine Aufstockung möglich wäre. Etwa, wenn die Entwicklung in Richtung Berufsfeuerwehr gehen würde.

Grundstücks-Verkauf an Combi bringt der Gemeinde 1,8 Millioen Euro

Hinsichtlich der Finanzierung wiederholte Josef Reher (CDU) das bekannte Grundstücksgeschäft: „Der Verkauf des alten Feuerwehrgeländes an das Lebensmittelgeschäft Combi bringt 1,8 Millionen Euro an Einnahmen.“ Auch müsse man die eingesparten 750.000 Euro Sanierungskosten für den Altbau gegenrechnen.

Als Bürgermeister Dr. Bert Risthaus die etwa 15 zur Sitzung erschienenen Feuerwehrleute um Leiter Rainer Koch um Ergänzungen oder Erläuterungen bat, winkten die ab. Die scheinen rundum zufrieden zu sein mit den Neubauplänen.

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