Ascheberg bekommt Schulbus nach Olfener Art

Ab Sommer 2016

Kinder aus Ascheberg müssen sich ab kommendem Schuljahr auf Neuerungen im Schulbus-Verkehr einstellen. Die Heimfahrt erfolgt dann nach dem „Olfener Modell“. Die Nachbargemeinde hat es vorgemacht: Dank Einsatz moderner Computertechnik kommt es zu kürzeren Fahrtzeiten und Kosteneinsparungen.

ASCHEBERG

, 15.04.2016 / Lesedauer: 2 min
Ascheberg bekommt Schulbus nach Olfener Art

Die Haltestelle Oststraße.

Der zweite Punkt, die Kosteneinsparungen, lässt sich laut Berechnungen der Verwaltung aber nicht auf Ascheberg übertragen. Im Gegenteil: Der sogenannte bedarfsorientierte Schulbusverkehr würde pro Jahr rund 1300 Euro teurer als bisher.

Begründung von Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus in der Sitzung des Wirtschaftsförderungs-Ausschusses am Donnerstagabend: „Das Modell bezieht sich halt auf Olfen und seine spezifischen Gegebenheiten.“ Die Fahrtwege sollen aber kürzer werden.

Geteilte Meinungen zu dem Bus-Projekt in Ascheberg

Die Politik war in ihrer Meinung über die Einführung geteilt. SPD und Unabhängige Wähler (UWG) wollten dem Vorschlag der Verwaltung folgen, die Einführung um ein Jahr zu verschieben, um weitere Erkenntnisse zu sammeln.

Simon Handrup von der UWG brachte sogar die Idee ins Spiel, „ob wir den Schulbusverkehr nicht in eigener Regie, statt über den RVM, organisieren sollten“.

Die CDU-Mehrheit widersprach einer Vertagung. Jürgen Fuchs gab zu bedenken, dass sich nur einige Parameter in der Berechnungsgrundlage ändern müssten, „schon sind wir finanziell wieder im positiven Bereich“.

CDU setzte Einführung mit sieben zu fünf Stimmen durch

Den etwas höheren Kosten müsse man Einsparungen bei den gefahrenen Kilometer und „kürzere Fahrzeiten für die Schüler“ entgegenhalten, so CDU-Ratsherr Ulrich Kahlthoff.

Mit sieben zu fünf Stimmen setzte die CDU die Einführung des neuen Schulbus-Modells in Ascheberg ab dem kommenden Schuljahr durch.  

Die vier Schulbusse im Gemeindegebiet werden mit Scanner, Software, etc. ausgerüstet (Kosten: etwa 20.000 Euro). Wenn die Schüler nachmittags den Bus betreten, lassen sie ihre Chipkarte mit ihrer Adresse einscannen.
Ist der letzte Schüler an Bord, berechnet das System die günstigste Route, um alle nach Hause zu fahren.
Fahrten zu Absetzpunkten, die nicht benötigt werden, entfallen dadurch.

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