Ascheberg stellt Zukunftskonzept für Profilschule auf

Debatte um Schulstandorte

Bis Ende des Jahres will die Gemeinde Ascheberg einen ersten Entwurf aufstellen, um die Zukunft der Schulzentren in Ascheberg und Herbern zur Debatte zu stellen. Das Ziel ist, die Profilschule in den nächsten Jahren zu stärken - offen ist, ob an einem oder weiterhin an zwei Standorten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

ASCHEBERG/HERBERN

, 09.10.2017 / Lesedauer: 3 min
Ascheberg stellt Zukunftskonzept für Profilschule auf

Der Schulhof der Profilschule in Ascheberg.

Was plant die Gemeinde?

Die Gemeinde Ascheberg will mithilfe eines externen Büros ein Raumkonzept erstellen – für den Fall der Fälle, dass sich das Schulleben der Profilschule in Zukunft auf das Gelände am Bahnhofsweg in Ascheberg konzentriert. Das müsste aber erst einmal politisch diskutiert und beschlossen werden. Das Konzept soll als Grundlage dieser Diskussion dienen – und in einem ersten Schritt verdeutlichen, ob ein alleiniger Standort der Profilschule in Ascheberg räumlich möglich und pädagogisch überhaupt sinnvoll wäre.

Warum steht das überhaupt zur Debatte?

Weil sich im Hinblick auf die beiden Schulzentren „Veränderungen abzeichnen“, sagte die Ascheberger Hauptamtsleiterin Anne Markfort im jüngsten Schulausschuss am Donnerstagabend. Vorausgegangen war dem ein Antrag der Ascheberger CDU-Fraktion, die die Verwaltung damit beauftragte, ein Gesamtkonzept für das Schulzentrum in Herbern zu erstellen – das allerdings wäre erst der zweite Schritt, wenn klar ist, ob und wie sich die Situation in Ascheberg verändert.

Würde der Platz in Ascheberg denn für alle Schüler der Profilschule ausreichen?

Nein, sagte Anne Markfort im Ausschuss. „Wir bräuchten zusätzliche Räume für die Klassen, Fach- und Differenzierungsräume und Räume für die Lehrer.“ Solange das nicht geklärt sei, stehe ein Umzug auch nicht zur Debatte. Derzeit werden die Schüler der 8. bis 10. Klassen der Profilschule am Standort in Herbern unterrichtet. Klar ist, sagte Markfort: „Wir können nicht erst umziehen und dann plötzlich feststellen, das klappt alles nicht.“

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Was sagt die Politik?

Die zeigte sich im Schulausschuss grundsätzlich offen für Veränderungen. „Für die Profilschule wäre das ein Gewinn“, sagte etwa Maria Schulte-Loh (CDU). Ähnlicher Meinung war auch Volker Müller-Middendorf (UWG), der aber einräumte: „Das pädagogische Raumkonzept der Profilschule muss bei den Planungen klar berücksichtigt werden.“

Was könnte man sich in Herbern vorstellen?

Hier gibt es drei Bausteine: die Grundschule, die Übermittagsbetreuung und die neue Kita auf den Äckern. Johannes Waldmann (SPD): „Der Standort in Herbern sollte auch schulisch weitergenutzt werden.“ Solange das nicht geklärt sei, werde man auch keinem Ausbau der Aula zustimmen. Für den, so Markfort, gebe es derzeit ohnehin keine Fördermittel.

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