Ascheberger Hauptamtsleiter verabschiedet sich

Alexander Ruhe

Lob von allen Seiten bekam der scheidende Ascheberger Hauptamtsleiter Alexander Ruhe in seiner letzten Ratssitzung der Gemeinde. Er habe seinem Namen alle Ehre gemacht, befanden die Vertreter der Politik und wünschten ihm für die Zukunft alles Gute. Wo es für ihn hingeht und wer ihn ersetzen wird, steht auch schon fest.

ASCHEBERG

, 07.10.2016, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ascheberger Hauptamtsleiter verabschiedet sich

Mit einem Blumenstrauß verabschiedete Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (r.) seinen Hauptamtsleiter Alexander Ruhe in dessen letzter Ratssitzung. Ruhe wechselt als Jugenddezernent in die Nachbarkommune Werne.

Einfach haben es ihm die Politiker nicht gemacht: In seiner letzten Ratssitzung erhielt Hauptamtsleiter Alexander Ruhe viel Lob von allen Seiten. Seine Nachfolgerin steht auch schon fest: Anne Markfort aus Emsdetten.

„Sie waren siebeneinhalb Jahre bei uns – eine Zeit des Umbruchs“, bedankte sich Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (CDU) bei seinem scheidenden Hauptamtsleiter. Geholt für den Fachbereich Finanzen, kam schnell der Bereich Schule hinzu. „Der Grundschulverbund Ascheberg-Davensberg, die Abwägung von Übermittagsbetreuung und Offenem Ganztag, schließlich die Profilschule“, zählte Risthaus die Leistungen Ruhes auf. „Dabei waren Sie stets verlässlicher Ansprechpartner für alle Beteiligten.“

Immer eine Exceltabelle zur Hand

Kommunikation sei Ruhes Stärke, befand der Bürgermeister – auch verwaltungsintern: „Wann immer ein Projekt anstand, hatten Sie bereits eine Exceltabelle parat und konnten passende Zahlen präsentieren.“ Ruhe habe eine Qualität in die Verwaltung eingebracht, die es bisher in dieser Form in Ascheberg noch nicht gegeben habe. Faire Diskussionen Die Politiker äußerten Verständnis für die Entscheidung, als Jugenddezernent nach Werne zu wechseln. „Mir hat besonders gefallen, dass Sie wussten, wie Ausschüsse und Politik so ticken“, bedankte sich Ludger Wobbe (CDU).

Jetzt lesen

Volker Müller-Middendorf (UWG) stellte fest: „Bei Ihnen gilt ,Nomen es omen‘ – egal wie hitzig die Debatte war, Sie haben immer die Ruhe bewahrt.“ Christian Ley (SPD) gab zu, nicht immer mit Ruhe einer Meinung gewesen zu sein. „Aber dann konnte man immer fair mit Ihnen diskutieren.“ Jochen Wismann (FDP) fand, dass Ruhe die Verwaltung „extrem bereichert“ habe und bat Risthaus, dieses Niveau zu halten. Hubertus Beckmann (Grüne) sah bei ihm „eine Demut vor der Aufgabe, die es heute nur noch selten gibt“.

Nachfolgerin steht schon fest

Alexander Ruhe selbst gab zu, einen kleinen Vorteil gehabt zu haben: „Ich komme aus einer kommunalpolitisch engagierten Familie und weiß, unter welchem Druck sie als Ratsmitglieder stehen.“ Sein Ziel war es, unabhängig vom Parteibuch alle Vertreter gleich zu behandeln. „Zudem habe ich es als besondere Stärke empfunden, dass ich mit dem Bürgermeister alles vertraulich besprechen konnte. Und auch wenn wir nicht einer Meinung waren, sind wir nach außen immer stringent zusammen gestanden.“

Seinen ersten Arbeitstag als Dezernent in Werne hat Alexander Ruhe am 17. Oktober. 

Das ist die neue Ascheberger Hauptamtsleiterin
Anne Markfort ist 32 Jahre alt und kommt aus Emsdetten, wo sie bis 2003 ihre Ausbildung absolviert hat.
Es folgten ein Duales Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Münster (bis 2008) sowie der Master der Betriebswirtschaft an der FH Dortmund (bis 2012). In Emsdetten war sie in den Abteilungen Soziales, Straßen und Entsorgung, Strategie und Kommunikation tätig. Zuletzt leitete sie das Team Bauverwaltung.

Lesen Sie jetzt