Ascheberger Profilschüler sollen digitaler lernen

Leitungsteam stellt Konzept vor

Der Unterricht soll digitaler werden: Die nächsten Fünftklässler der Profilschule Ascheberg sollen mit Tablets ins Schuljahr 2018/19 starten. Bezahlt werden sollen die Tablets mit Fördermitteln aus dem Programm „Gute Schule 2020“.

ASCHEBERG

, 03.10.2017, 08:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ascheberger Profilschüler sollen digitaler lernen

Zum Schuljahr 2018/19 sollen die Profilschüler mit Tablets arbeiten. Damit der moderne Unterricht auch funktioniert, wird das Kollegium geschult.

Was bringt es, mobile Endgeräte in den Unterricht einzuführen, diesen Schritt aber pädagogisch vorher gar nicht zu reflektieren? Diese Frage stand am Montag im Raum, als das neue Leitungsteam um Schulleiter Jens Dunkel das digitale Konzept der Schule in der Mensa am Bahnhofsweg vorstellte.

Kurz vorher hatten die Profilschullehrer an einer Schulung teilgenommen. Die letzten Überreste standen noch im Raum: Tafeln mit Kärtchen, handgeschrieben. Mit ganz klassischen Mitteln sollen die Pädagogen lernen, wie ein moderner Unterricht in Zukunft aussehen könnte.

Welche Möglichkeiten eröffnen Tablets?

„Wir haben ein virtuelles Klassenzimmer nachgespielt“, sagte Medienberater und Lehrer Oliver Kasten. Die Leitfragen: Wie kann die Schule multimediales Lernen stärken? Welche Möglichkeiten eröffnen Tablets im Klassenzimmer? Und vor allem: Wie gehen Schüler und auch Lehrer sozialverantwortlich mit dem modernen Medium um?

Mit dem neuen fünfköpfigen Leitungsteam will sich die Schule nun auch pädagogisch neu aufstellen – am liebsten schon zum Schuljahr 2018/19. Finanziell unterstützt werden soll die Anschaffung der Tablets mit Fördermitteln aus dem Programm „Gute Schule 2020“.

Wenn der Rat der Gemeinde Ascheberg im Februar dem Haushalt zustimmt, könnten die Geräte im März 2018 angeschafft werden. Das teilte am Montag Verwaltungsmitarbeiterin Anne Markfort mit.

Geräte sollen den Unterricht nicht dominieren

„Für uns als Schulträger ist die Anschaffung der Tablets der nächste Schritt“, sagte Markfort, die darauf hinwies, dass die Infrastruktur an der Schule bereits vorhanden sei. „Das WLAN ist da, bis jetzt fehlten einfach die Endgeräte.“

Das mobile Lernen, sagte Medienberater Oliver Kasten abschließend, passe letztendlich auch zum offenen Raumkonzept der Schule. „Tablets sind das Medium, das uns in die Hände spielt und das den Anspruch des selbstständigen Lernens voll und ganz erfüllt.“ Dominieren sollen die Geräte den Unterricht allerdings nicht. „Sie sollen ihn erweitern“, sagte Kasten.

Das fünfköpfige Leitungsteam ist komplett
Neben Schulleiter Jens Dunkel, Stellvertreter Carsten Nas und Christiane Wieging, Abteilungsleiterin der Klassen 8 bis 10 am Standort in Herbern, sind nun auch Simone Lütkenhaus und Regine Langendorf offiziell mit dabei. Simone Lütkenhaus übernimmt die didaktische Leitung der Profilschule. „Zu meinen Aufgaben gehört zum Beispiel die Organisation von Fortbildungsmaßnahmen für die Kollegen“, so Lütkenhaus. Regine Langendorf übernimmt in Zukunft die Abteilungsleitung der Klassen 5 bis 7 am Standort in Ascheberg.

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