Ascheberger zahlen 2016 weniger Gebühren

Berechnung bleibt beim Alten

Fast einstimmig stimmte der Haupt- und Finanzausschuss in Ascheberg für leicht sinkende Gebühren im kommenden Jahr. Bei den Müllgebühren gab es aber Differenzen – nicht wegen der Höhe, sondern wegen der Art der Berechnung.

ASCHEBERG

, 10.12.2015, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zuerst die gute Nachricht: Ob Entwässerungs- oder Straßenreinigungsgebühr – die Haushalte können im nächsten Jahr mit einem kleinem Plus in ihrer Kasse rechnen. So sinkt etwa die Straßenreinigung pro Meter von 1,73 Euro in diesem Jahr auf 1,55 Euro in 2016. Nicht viel, aber es summiert sich.

Denn auch beim Müll lockert die Gemeinde die Gebührenschraube. Ein Durchschnittshaushalt mit 120-Liter-Tonne und entsprechender Bio- und Altpapier-Abholung zahlt statt aktuell 170,76 Euro dann 168,24 Euro im Jahr.

Die Familie Mustermann (Einfamilienhaus auf 450 qm Grundstück, ohne Straßenreinigung) berappt demnächst inklusive der Grundsteuer B, die 2016 unverändert bleibt, 1004,31 Euro und damit 11,22 Euro weniger als jetzt.

Drei verschiedene Gebührenmodelle vorgeschlagen

Apropos Müllgebühren: Der jahrelange politische Streit um die richtige Berechnungsgrundlage durfte auch in der Ausschusssitzung am Dienstagabend nicht fehlen. Die SPD wiederholte ihre Forderung nach einer Kalkulation anhand der tatsächlich anfallenden Müllmenge pro Gebührenzahler. Michael Krieger: „Das ist das Gerechteste.“

Die Verwaltung dagegen wollte das bisherige Modell beibehalten: Egal ob 80-, 120- oder 240-Liter-Tonne, der Grundbetrag von 50 Euro ist gleich.

Die Unabhängigen Wähler (UWG) brachten einen Kompromiss ins Spiel. Ihr Sprecher Volker Müller-Middendorf: „Die Fixkosten könnte man doch je nach Tonnengröße staffeln von 25 über 50 auf 75 Euro.“ Das gäbe einen Anreiz, Müll zu sparen und eine möglichst kleine Tonne zu ordern.

Berechnung bleibt beim Alten

Aber wie gesagt, der Streit ist altbekannt, der Ausgang auch: Mit dem Stimmen der CDU nahm der Ausschuss mehrheitlich den Vorschlag der Verwaltung an. Die Berechnung bleibt, wie sie ist.

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