Auf der Bühne: Liebeslust und Wasserschaden

Kolpingspielschar Ascheberg

Die Kolpingspielschar Ascheberg bringt „Leevslust un Waterschaden“ auf die Bühne. Premiere ist am 9. Januar (Samstag). Mit dabei: Silvia Naber. Sie ist durch Zufall Schauspielerin geworden. Und um mitmachen zu können, musste sie erst einmal Plattdeutsch lernen. Und Schränke durchwühlen.

ASCHEBERG

04.01.2016, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frauenpower und Nervenfuter: Silvia Naber (2.v.r.) hat auch schon vor dem Probenstart zum plattdeutschen Theater viel Spaß mit ihren Kolleginnen.

Frauenpower und Nervenfuter: Silvia Naber (2.v.r.) hat auch schon vor dem Probenstart zum plattdeutschen Theater viel Spaß mit ihren Kolleginnen.

Die braunen Augen strahlen, als Silvia Naber das Pfarrheim am Lambertus-Kirchplatz betritt. „Oh, die Bühne ist nun komplett fertig, schau mal die Kissen auf dem Sofa“. Die Aschebergerin ist die erste Akteurin, die an diesem Abend zu den Proben der Kolpingspielschar Ascheberg eintrifft.

Seit 2006 steht Silvia Naber regelmäßig auf der Bühne. In der plattdeutschen Komödie „Leevslust un Waterschaden“ von Hans Schimmel schlüpft sie in die Rolle der Emilie Kiekenbusch. 

„Wie die Jungfrau zum Kind“

Zu ihrer „Karriere“ als Schauspielerin ist sie durch Zufall gekommen: „Wie die Jungfrau zum Kind“, sagt sie lachend. Und zwar auf dem Schützenfest der Kolpingsfamilie und von St. Katharina Berg und Tal: Da „überredeten“ Max Olbrich und Waltraud Pällmann die Aschebergerin und stellten sie damit vor eine echte Herausforderung.

Denn der plattdeutschen Sprache war die 52-Jährige bis dato keineswegs mächtig. „Da musste ich echt lernen“, gibt sie zu und verrät, dass sie die bewundert, „die die plattdeutsche Sprache mit der Muttermilch aufgesogen haben“. Sie selbst hat sich als kleines Sprachtalent entpuppt. „Aber nur beim Plattdeutschen.“

Es fällt ihr nicht schwer, alle Jahre wieder neu reinzukommen. Gelernt wird auf dem Weg zur Arbeit, jeweils im Zug. Eine halbe Stunde auf dem Hinweg nach Dortmund, eine halbe Stunde auf dem Rückweg. „Laut“ wird es dann in den heimischen vier Wänden, wenn sie ihre Rolle laut sprechend einstudiert. „Im Zug mache ich das leise.“

Die Schauspielerei macht ihr „Riesenspaß“. Auch wenn sie noch nie eine Hauptrolle gespielt hat. „Man kann sich so richtig austoben, wenn man in andere Rollen schlüpft“, erklärt Silvia Naber den Reiz ihres Engagements.

Mit Kittel, Bademantel und Lockenwicklern

Dass sie ihre jeweilige Rolle mit Leben füllt, das fasziniert sie. Dazu gehört natürlich auch das jeweilige Kostüm. In diesem Jahr bedient sie sich aus dem eigenen Kleiderschrank. „Als putzwütige Nachbarin ist das einfach, einen Kittel, Bademantel und Lockenwickler, so etwas hat fast jeder zu Hause“.

Drei Outfits für drei Akte – „die liegen parat“. Ist bislang zwei Mal wöchentlich geprobt worden, starten die Akteure ab heute in die heiße Phase und proben jeden Abend im Pfarrheim. Schließlich hebt sich am Samstag, 9. Januar, um 19.30 Uhr im Pfarrheim der Vorhang zur Premiere für „Leevslust und Waterschaden“.

Aufführungen am Samstag, 9. Januar, 19.30 Uhr und am Samstag, 16. Januar, 19.30 Uhr. Weitere Termine auf der  Homepage  der .