Auf der Suche nach dem passenden Standort

Windenergieanlagen

Bloß keinen Präzedenzfall schaffen. Wenn es um die Nutzung der Windenergie geht, packt die Gemeinde Ascheberg ein Gesamtkonzept für alle drei Ortsteile an.

ASCHEBERG

von Von Arndt Brede

, 16.03.2012, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der Suche nach dem passenden Standort

Die Gemeinde Ascheberg arbeitet an einem Gesamtkonzept in Sachen Windenergienutzung.

Wie der Leiter des Planungsamtes Klaus van Roje am Donnerstagabend in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses mitteilte, hat die Verwaltung eine umfassende Standortuntersuchung mit einer Potenzialflächenanalyse für das gesamte Gemeindegebiet in Auftrag gegeben.

Sprich: Die Suche nach geeigneten Flächen, auf denen Windenergieanlagen stehen könnten, hat begonnen. Klar ist schon, dass es Ausschlusskriterien gibt. Beispiele:

  • Abstände zu Siedlungsbereichen mit 700 m Schutzabstand;
  • Abstände zu Wohngebäuden im Außenbereich mit 450 m Schutzabstand;
  • Flächen für Ver- und Entsorgung mit 150 m Schutzabstand;
  • Fauna-Flora-Habitat mit 300 m Schutzabstand;
  • Naturschutzgebiet mit 300 m Schutzabstand;
  • Flächen für Wald (kein Schutzabstand).

Das Vorkommen bestimmter Vogelarten kann ebenfalls zu einem Ausschluss von Flächen führen. "Wie zum Beispiel der Milan", führte van Roje aus. Bei der Suche nach geeigneten Flächen werde die Gemeinde Ascheberg auch Nachbarkommunen mit ins Boot nehmen.Zwei Konzentrationszonen in der Gemeinde

Klaus van Roje: "Wenn eine Nachbarstadt eine größere Fläche hat und wir haben eine kleinere direkt angrenzend, könnte man überlegen, ob man sie nicht gemeinsam entwickelt. Umgekehrt geht es natürlich auch."

Die Gemeinde Ascheberg verfügt im rechtsgültigen Flächennutzungsplan über zwei Konzentrationszonen für Windenergieanlagen. Es handelt sich um eine im östlichen Teil des Gemeindegebietes, östlich der Bundesstraße B 54 bzw. westlich der Grenze zur Nachbarkommune Drensteinfurt (Forsthövel) sowie um eine Konzentrationszone im südöstlichen Teil des Gemeindegebietes an der Grenze zur Stadt Hamm (Nordick).

Nach derzeitiger kommunaler Rechtslage sind in der Gemeinde Ascheberg lediglich dort Windenergieanlagen bis maximal 100 m Höhe zulässig. In einem späteren Verfahrensschritt soll auch die Öffentlichkeit beteiligt werden.

 

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