Die B 58 war zwischen Ascheberg und Lüdinghausen auf einer Länge von rund 4 Kilometern über mehrere Monate gesperrt. © Spiller
Radfahren in Ascheberg

B 58: Neuer, direkter Radweg zwischen Ascheberg und Lüdinghausen

Nach sechs Monaten der Umwege und Landstraßen haben politische Vertreter und der Landesstraßenbetrieb Straßen NRW die B 58 noch einmal offiziell freigegeben. Und sind dabei voll des Lobes.

Freigegeben ist die B 58 zwischen Ascheberg und Lüdinghausen bereits seit dem vergangenen Freitag, doch die Bürgermeister von Ascheberg und Lüdinghausen sowie Verantwortliche von Straßen NRW wollten es sich nicht nehmen lassen, noch einmal selber an dem wiedereröffneten Teilstück zusammenzukommen. Trotz immer wieder einsetzenden Regenschauer bezeichnete Manfred Ransmann, Leiter der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen NRW, diesen Dienstag als „tollen Tag“.

Monatelang war ein Abschnitt zwischen Ascheberg und Lüdinghausen auf einer Länge von 4 Kilometern gesperrt, weil Straßen NRW nicht nur die marode Fahrbahn instand gesetzt, sondern gleichzeitig einseitig einen neuen Geh- und Radweg gebaut hat. Dafür mussten die Pendler zwischen Ascheberg und Lüdinghausen rund sechs Monate lang auf Ausweichrouten umschwenken. Nun seien zwei Gemeinden verbunden, auch per Geh- und Radweg, so Ransmann.

2,1 Millionen Euro für neuen Geh- und Radweg zwischen Kommunen

2,1 Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet, was Ransmann als „wunderbar investiertes Geld“ bezeichnete. Der Großteil der Kosten wird vom Bund getragen. Auch Straßen NRW sei klar, dass nicht mehr nur der motorisierte Individualverkehr in Form von etwa Autos gefördert, sondern auch Konzepte für Geh- und Radwege dringend nötig seien. Da Straßen NRW auf der bestehenden Breite der B 58 gebaut hat, musste kein weiterer Boden von angrenzenden Grundstücksbesitzern erworben werden. Die Fahrbahn ist auf dem neuen Teilabschnitt nun 7,5 Meter breit, der Geh- und Radweg hat eine Breite von 2,5 Metern und wird von einem 1,75 Meter breiten Trennstreifen getrennt.

Straßen NRW, die Bürgermeister von Ascheberg und Lüdinghausen, Vertreter der Baufirmen und des Kreises kamen am Dienstagmittag kurz hinter dem Ortsausgang Ascheberg in Richtung Lüdinghausen zusammen.
Straßen NRW, die Bürgermeister von Ascheberg und Lüdinghausen, Vertreter der Baufirmen und des Kreises kamen am Dienstagmittag kurz hinter dem Ortsausgang Ascheberg in Richtung Lüdinghausen zusammen. © Spiller © Spiller

Ursprünglich hatte Straßen NRW geplant, eine Frostschutzschicht aus Naturgestein unterhalb der neuen Fahrbahn zu verlegen. Die Firma Oevermann habe dann aber ein so gutes Angebot gemacht, dass man den Zement unter der Fahrbahn habe aufbereiten können. Laut Straßen NRW habe das nicht nur Zeit, sondern auch rund 400 Lkw-Ladungen eingespart.

Lückenschluss zwischen Ascheberg und Lüdinghausen

Aschebergs Bürgermeister Thomas Stohldreier bezeichnete das Thema Radmobilität als eines, dass auch die Bürgermeister der Coesfelder Gemeinden stetig umtreibe. Das Verbindungsstück zwischen Ascheberg und Lüdinghausen sei ein Baustein, durch den die Mobilität gestärkt werde. „Das ist hier wunderbar gelungen.“ Der Lückenschluss nach Lüdinghausen mache die Gemeinde „total happy“, so Stohldreier. Und auch, da das prognostizierte Budget und der Zeitplan eingehalten worden seien. Die neue Wegeverbindung sei ein gutes Signal an die Bürgerinnen und Bürger.

Aus Ascheberg kommend führt nun ein Fuß- und Radweg in Richtung Lüdinghausen. An der Einmündung zur Plaßstraße ist auch eine neue Mittelinsel entstanden.
Aus Ascheberg kommend führt nun ein Fuß- und Radweg in Richtung Lüdinghausen. An der Einmündung zur Plaßstraße ist auch eine neue Mittelinsel entstanden. © Spiller © Spiller

Lüdinghausens Bürgermeister Ansgar Mertens erklärte, dass es im Moment schwierig sei, einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten und das hier zwischen Ascheberg und Lüdinghausen ein gutes, überkommunales Beispiel gelungen sei. Denn die Verbindung nach Lüdinghausen mit seinem Krankenhaus sei auch für Ascheberg wichtig. Im kommenden Jahr kündigte Straßen NRW an, werde man auch entlang der B 58 zwischen Ahlen und Drensteinfurt die Radwege in den Fokus nehmen. „Wir müssen Meter machen“, so Ransmann.

Der Fuß- und Radweg in Richtung Lüdinghausen führt aus Ascheberg kommend links entlang der B 58.
Der Fuß- und Radweg in Richtung Lüdinghausen führt aus Ascheberg kommend links entlang der B 58. © Spiller © Spiller
Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller